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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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gedichtet hat. Nichts übertrifft ihre Erhabenheit, ihre Würde,ihre seelenvolle Kraft. Wer liefet sie, ohne sich in seinem Inner-sten ergriffen zu fühlen?

An Weisheit stand dem heiligen Sänger David sein SohnSalomo zunächst. Von seiner Weisheit zeugen noch die unterseinem Namen gesammelten Sprichwörter, der Prediger unddas hohe Lied, ein erhabenes Gedicht. Aber diesen erleuchtetenKönigen waren die Nachfolger sehr unähnlich. Das Land teiltesich in zwei besondere Staaten, in ein jüdisches und ein israeli-tisches Königreich. Man vergaß der alten Eintracht, vergaß dieWarnungen der Vorwelt, die Gebote und Ordnungen MosiS.Umsonst erhoben sich fromme, gottgeweihte Männer, und drohtendem getrennten, in Abgötterei versinkenden Volke den nahenUntergang. Niemand hörte die Propheten; und der Unterganggeschah. Die beiden Königreiche wurden von andern Völkernbezwungen, erobert und die angesehensten Familien zu vielenTausenden in die Sklaverei geführt. Dies waren die Zeiten derbabylonischen Gefangenschaft. Jetzt erinnerten sich die Unglück-lichen, aber zu spät, an die Weissagungen der vorher verachtetenweisen Männer und Propheten, eines Jonas, Hoseas,Joel, Amos, eines Jesajas, Micha und Nahum, einesObadja und Habakuk, eines Zephanias und Jere-mias, deren Weissagungen, Ermahnungen und Drohungenwir noch jetzt in ihren hinterlassenen und zu sehr verschiedenenZeiten abgefaßten Schriften lesen.

Aber auch während der siebenjährigen Wegführung undSklaverei in den babylonischen Staaten fehlte es den Unglück-lichen nicht an Lehrern und tröstenden Propheten, an einemEzechiel und Daniel; bis Cyrus, der König von Persien,Babylon eroberte, und den Israeliten gestattete, in ihr Vaterlandzurückzukehren; den Zurückgekehrten predigten die ProphetenHaggai, Zacharias und Maleachi Buße und treuesHalten am Gesetze Mosis.

Unter denen, welche aus der babylonischen Gefangenschaftzurückgekehrt'waren, befand sich auch der weise Esdra. Erwar es, so wie Ne hemia (L.Makk. 2, 13.), der die zerstreuten

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