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sind, in welchen die Verführung sich naht; denke an Gott^dessen Athem dich umschwebt, denke an den Allgegenwärtigen^der dich fehlen sieht, und dich richtet.
Hast du Zeit, Haft du Gelegenheit und Freiheit genug, Kürzehin auf deine Knie, und bete den Allerheiligsten an. Rufe zrrihm, wie einst Joseph: Wie könnte ich ein so großes Uebel thun^und gegen meinen Gott sündigen? (1. Mos. 39, 9.)
Denk' an dein Grab, wo einst alle deine Leidenschaftenschweigen, und wohin dir deine guten und bösen Thaten folgen. —Denk' an dein Grab und an den Augenblick, der dich in andereWelten, der dich vor den ewigen Richter fordert! — Denk' amdein Grab und an deine künftige Bestimmung, die du zu ver-scherzen im Begriff stehest. —
Denk' an die göttliche^Weltregierung, in der keineschlechte Handlung gute Folgen zeugt. Denke, was du Böses thusl>jst ein neuer Beitrag zu deinem Elend, zu deiner Selbstentbehrung^
Denk' an die Reue, — siie bleibt nie aus. Deinen Fehltrittsdein Vergehen umhüllt umsonst die Nacht — es kommt daK ,Tageslicht darüber. Du kaufst mit dem Genuß eines Augemblicks den Jammer oder die Angst eines Jahres!
Jst die Versuchung groß: sei größer als sie, und denke an.die hohe innere Freudigkeit, mit welcher dich ein Sieg über dich-selbst belohnt; denke an das himmlische Gefühl, mit welchen;:dich das Bewußtsein immerdar erfüllen wird, schuldlos gebliebenezu sein, und Gott und der Ewigkeit ein treues, reines Herzbewahret zu haben.
Schmerzlich, wie die Qual der Reue und der Scham ist, soist übe? Alles beseligend und erhebend der heitere Much nachüberstandcnem Kampf gegen die Versuchung. Wahrlich, es kostetmehr, sich selbst zu überwinden, als durch fremde Waffen eineganze Welt. Aber größer ist auch der Gewinn. Oie Lorbeeren,eines Wclteroberers verdorren über seinein Grabe; ihn begleiten !seine Qrden und Kronen nicht über den Sarg hinaus.bringt nichts als sein armes Selbst zur Ewigkeit.
Oer Christ, der höhere Christ, der, seines göttlichen Berufs-eingedenk, nicht den thierischen Gelüsten, sondern seinem erhabenste» i