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Die Feierlichkeit öffentlicher Gottes-verehr u n g.
Psalm 8i, 2. 3.
8ch will zum Haus dcS Herren wallen,
Will dort in Andacht nicderfallcnUnd meinen Geist zu ihm erhöh'n.
Sein Nam' ist: Herr! Ich dank' und singe!
Der Herr allein thut große Dinge.
Laß ihn uns laut verkündigen!
Du, heil'ge Dichtkunst, schwinge deine Palmen,
Ihr Harfen AffaphS, rauschet Jubclpsalmen!
ES spiegle mir des Tempels Glan; und PrachtJehova'S Herrlichkeit und Macht.
2war was kann ihm der Mensch erwicdcrn)
Wer preiset ihn genug in Liedern?
Auch Welten preisen ihn zu schwach.
Er hört nicht nur und will erhörenDer Geister Flch'n in vollen Choren,
Er hört auch unser leises' Ach!
Sticht, daß ich ihm Würd'gcrc Opfer bringe,
Nein, daß mein Geist sich reger aufwärts schwinge,
Umraujche mich der Tonkunst heil'ge Macht,
Umstrahle mich des Tempels Glan; und Pracht.
Unsere Vorfahren bauten sich in Städten und Dörfern kleine^bescheidene Wohnungen, aber ihre Tempel stiegen in ungewöhn-licher Majestät hoch über die Hütten der Menschen zum Himmelauf, als wollten sie sinnbildlich zum Auge reden: „Nichts ist derMensch, Alles der Herr!" Einfach und schmucklos waren siein ihrem Hausgeräth; aber was der öffentliche RcichthunrGlänzendes hatte, was der Geschmack Edles wußte, das warzur Verzierung der heiligen Ocrtcr vereinigt, wo das ganzeVolk anbctete und gemeinschaftlich den Vater des Weltalls ver-herrlichte. Von Stein und Holz waren die Gebäude der Städte,von Lehm und Stroh in Dörfern, oft leicht und hinfällig, wl>der Sterbliche, der sie bewohnte; aber was dem Unsterblichegeweiht war, erhob sich langsam, oft in der Folge von mehrereJahrhunderten, um Jahrtausende zu überdauern. Noch jetzLbewundern wir in den Kirchen fremder Städte, in unfern eigener^