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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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«ur für Freunde und Bekannte, sondern selbst für Feinde; mireinem Worte, der große Tod für das Vaterland?

Er ist so groß, als die entgegenstehenden Fehler verächtlichund abscheulich sind Feigheit, Vcrrätherei. So innig wirdFeigheit gehaßt, daß selbst Kinder und schwache Weiber denFurchtsamen verspotten; und den Vcrräther verabscheuen selbstVölker, die er nicht verrieth, verabscheuen selbst diejenigen, dieaus seinem Verrath Vortheil zogen. Um so glänzender ist derTod für das Vaterland; selbst der Feind des Vaterlandes kannsich nicht erwehren, ihn am Feinde zu bewundern und zu ehren.

Er ist von allen Pflichten des Sterblichen für seine Mit;mcnschen die schwerste, darum die heiligste. Das Wort Gottesbefiehlt sie: Wir sollen auch das Leben für die Brüderlassen! (I.Joh. 3, 16.) Jesus Christus, das göttliche Urbild"Her vollendeten Menschheit, gab uns mit seinem Tode das Bestspiel zur Nachfolge. Aber wer erreicht dessen Höhe? Er starbnicht für seine Mitbürger, nicht für ein engbegrenztes Vater;land nein, die Seligkeit unsers ganzen Geschlechts war seinZiel; er starb den göttlichsten der Tode, den Welterlösertod.Und diesem nahe steht der Tod für die Wohlfahrt von Millionenunserer Brüder, für unsere Nachkommen in folgenden Jahr;Hunderten.

Wer in Erfüllung seines Berufs umkommt, treu demselben^verdient Hochachtung, selbst wenn er den Beruf nicht geliebt odergesucht hätte. Und hat der Mensch einen göttlicher« Beruf, alsdas Glück seiner Zeitgenossen und derer, die einst nach ihm leben?Wer nun mit Begeisterung und Liebe dieses Berufes sich derGefahr des Todes hingibt, sich selbst dem Tode weiht der hatsein Dasein auf Erden und den Zweck desselben herrlich voll;bracht, dem weigern Erde und Himmel nicht den Lohn. SeinUntergang adelt ein ganzes, vielleicht rühmloses, vorherigesLeben. Denn wer sterben kann für Anderer Glück, ist wahrlichkein ganz verdorbener Mensch gewesen. Wer das Schwerstefreudig wollte, dem konnte wohl das Leichtere gelingen. SeinHeldentod verbürgt uns die Kraft, welche in ihm wohnte. EsIst möglich, daß er in seinen ehemaligen Tagen manche Schwach-

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