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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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Die Religion der Kindheit.

Zweite Betrachtung.

Luk. 2/ io-47.

Zn frommer Unschuld ruht das KindAn seiner Mutter Brust.

WaS Sünden und was Leiden sind,

Ist ihm noch unbewußt.

Ach, dieser Unschuld Hciligthum,

Bewahrt dem Kinde sie;

Kein Glück, kein Gold, kein ErdenruhmBeseligt so, wi< die!

Ihr Schirm sei du, Religion,

Nur du bewahrst sie rein

Vor der Verführung List und HohnUnd vor der Reue Pein.

Du führst die Unschuld wundersamDurch jegliches Geschick,

Rein, wie von Gottes Hand sie kam,

Zu ihrem Gort zurück.

Acrn wende ich meinen Blick noch einmal auf dich hin, glück-seliges, harmloses Jugcndalter, du Bild paradiesischer Unschuld,du Edenszeit des menschlichen Lebens! Die Religion werde derEngel, der des Kindes zartes Herz schon früh vergöttliche, schonfrüh gegen die Gewalt der Leidenschaften bewaffne, und seineUnschuld unversehrt durch den Sturni des Lebens, durch dieTage der Versuchung, durch den Wechsel der Schicksale rette.

Umsonst verschweigt ihr ihm den Rainen seines himmlischenVaters; das Kind ahnet seine Gegenwart; überrascht euchselbst mit Fragen nach dem Schöpfer des Himmels und der Erde,nach ihm, der die Sonnen und die Gestirne zu seiner.Zeit Her-vorrufe, dessen Blitze in herrlicher Pracht den Himmel durcl)-glänzen, unter dessen Donner der Boden der Erde bebt.Warum wollet ihr ihm den Namen Gottes und seines ein-gcbornen Sohnes Jesu Christi verschweigen, da ihr desKindes Wißbegier stillen, oder statt der Wahrheit eine Un-wahrheit geben müsset.

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