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Diese Gesinnungen entspringen aber offenbar aus einerfalschen Ansicht des Lebens, und aus einem Mangel wahrerReligiosität. Aus Mangel an wahrer Religiosität, weil der-gleichen Aeußerungen ein Geständniß von gewissen geheim gehal-tenen Leidenschaften sind, die mächtiger selbst als der Naturtriebwirken, und ein schwaches Vertrauen auf die göttliche Vor»-sehung, so wie auf die Worte der heiligen Schrift, verrathcn:daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.(Rom. 8, 28.) Ein Wort, dessen tiefen Sinn dergleichenMenschen selten ergründet haben.
Es ist wahr, daß das häusliche Leben die Zahl der Sorgenvermehrt, aber nicht das Gewicht der Sorgen. Auf vielerleiDinge Bedacht nehmen müssen, ist kein Unglück; aber mit bestän-diger Aengstlichkei't, mit immerwährender Furcht auf etwas Be-dacht nehmen, daö ist Unglück! Und dieses kann der Menscheben so sehr im vermählten, als inr unvermählten Stande haben.
Wer aus Furcht vor der Last der Sorgen das eheliche Lebenmeidet, ergibt sich all den traurigen Erwartungen und Bekümmer-nissen, welche der Stand der Unvermählten bringt: Schwächungder Gesundheit; einsam stehen mit seinen Leiden und Freuden;beständig ein Fremdling in der Welt sein; Verzicht thun auf dasGlück, geliebt zu sein; erkaufte Pflege in Krankheiten von frem-der Hand; Einsamkeit in alten Tagen, ohne alle Erquickung derZärtlichkeit der Unserigen.
Häusliche Sorge bringt häusliches Glück. Freilich nichtJedem, sondern nur dem, der im hohen Sinne Jesu das Lebenbetrachtet, und daher überzeugt ist, daß alle Dinge denen zumBesten dienen, die Gott lieben. — Wer Gott wahrhaft liebt,bezeugt es durch gewissenhafte, strenge Vollziehung aller Pflichten.Wer seine Pflicht redlich erfüllt hat, der hat nichts zu befürchten,es komme auch über ihn, was wolle. Und nähme ihm Gott auchdas Liebste, er weiß, daß es zu seinem und der Seinigen Bestendient. Warum sollte er also ein Raub des Kummers werden?Wer will sich denn also über das betrüben, was gewiß sein undder Seinigen Glück ist? Er weiß ja, ohne den Willen Gotteskann auch das Kleinste nicht geschehen; er weiß ja, Gottcö