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Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
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stand und konnten vor aller Sorge nicht dazu ge-langen, an die Verpflichtungen ihres öffentlichenVerhältnisses zu denken; andere konnten nach ver-lorener Schlacht den Augenblick nicht erwarten,wo Bonaparte's Schaaren ihnen den Besuch ab-statteten, und sandten daher Bewillkommnungs-botschaften an ihn, in dem frohen Wahne, insolchem diplomatischfeincm Verfahren liege einweiser Rückhalt.-

Magdeburg wurde schon am 8. Novemberden Franzosen überantwortet, durch eine schimpf-liche Uebergabe: zunächst eine Schuld derer, diean die Spitze der Vertheidigung völlig unbrauch-bare Menschen gestellt hatten. . Nun wurden dieVerpflichtungen des Cammerprasidenten, an denalle Forderungen gerichtet wurden, auf dessen Vor-bild alle Verwaltungsbehörden blickten, den dieherbei strömenden Feinde aufmerksam bewachten,doppelt schwierig: es galt auf der einen Seite,dem preußischen kandesvater von den dort ange-häuften Fonds zu retten, was nur zu retten war;auf der andern, unter dem Scheine der Willfäh-rigkeit den Franzosen so wenig, als möglich, vonihren immer in neuer Gestalt hervortrctenden For-derungen zu gewähren, und die außerordentlichenBedürfnisse auf eine finanziell verständige Weiseherbei zu schaffen. Was Bülow in diesen Be-ziehungen, besonders hinsichtlich der letztgenanntenAufgabe leistete, spricht ein geistvoller Schriftftel-