Druckschrift 
Vierter Band (1802)
Entstehung
Seite
532
Einzelbild herunterladen
 

c) Naturgeschichte der Stubenfliege.

Ich weiß nicht, ob eS allen unsernLeserinnen und Lesern bekannt ist, daßNaiurforscher gegeben hüt, die die gemeineStubenfliege mit unter die wiederkäuendenThiere mit gespaltenen Klauen gezählthaben. Ob ihre Absicht dabey war, einemkünftigen Systematiker Anlaß zu geben,sie mit unter die Ochsen zu rechnen, odervielleicht den Juden, sie ohne Gewissens-bisse zu speisen > weiß ich nicht. Genug,es ist falsch befunden worden, und zwarvon der sehr gelehrten Demo! seile Le-massvn le Golft. Diese hat mit be»wundernöwürdigem Fleiß dieses kleine Thierzergliedert, und nur einen einzigen Ma-gen und auch sonst nichts gefunden, waSirgend auf ein Wiederkäuen schließenließe. Vielmehr glaubt sie, daß der kleineTropfen, den man zuweilen vor demRüssel der Fliegen sitzen sieht, und worausman das Wiederkäuen geschlossen bat, einSaft sey, womit sie sich putzen, so wiedie Wasservvgel ihre Flügel öhlen. So