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Erläuterung durch Bcyspiele.
§. 24. Die Einbildungskraft ist indessen nicht saschöpferisch als man wohl vorgiebt. Wir können uns fürei» vernünftiges Wesen keine andere Gestalt als schick-lich denken, als die Gestalt eines Menschen. Daher machtder Bildhauer oder Maler, wenn er einen Engel odereinen Gott verfertigt, jederzeit einen Menschen. Jedeandere Figur scheine ihm Theile zu enthalten, die sich,seiner Idee nach, mit dem Vau eines vernünftigen We-sens nicht zusammen vereinigen lassen — (als Flügel,Krallen, oder Hufe). Die Größe dagegen kann er dich-ten, wie er will.
F ; Die
der Seele eben sowohl als des KbrperS, beruht auf Der,setzungcn und Vereinigungen des Ungleichartigen- Wir ge-langen zwar zur Erkenntlich derselben durch Erfahrung ih-rer Wirkungen; die oberste Ursache aber und die einfachenBestandtheile, darum ihr Stoff aufgelöst werden kann, sindfür uns uncrrcichl ar. — — Was mag wohl die Ursachedavon sey», daß alle organische Wesen, die wir kenne», ih-re Art nur durch die Vereinigung zweyer Geschlechter(die man dann das männliche und weibliche ncnntl fort«gepflanzt werden? Man kann doch nicht annehmcn,daß der Schöpfer, blos der Sonderbarkeit halber und nurum auf unserem Erd - Elob eine Einrichtung, die ihm sogefiele, zu machen, gleichsam nur.gespielt habe; sondernes scheint, es müsse unmöglich scyn, aus der Materieunseres Erdballs organische Geschöpfe durch Fortpflanzunganders entstehen zu lassen, ohne daß dazu zwcy Geschlechter
gestiftet waren.-In welchem Dunkel verliert sich die
menschliche Vernunft, wenn sie hier den Abstamm zu er-gründen, ja auch nur zu crralhen, es umernchmen will f