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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Trennung von dem, was euer Herz so heiß geliebt hat. EuerKind lebt! Auch ihr sollt leben; denn Jesus lebt, Gott lebt. Esist kein Tod mehr, denn nur durch die Sünde und in ihr.

Er lebt, er ist auferstanden! Unglücklicher Gemahl,warum sehnst du dich hinab, in die Stille der Gruft, wo sieschläft, welche dein hohes Gut auf Erden, dein tiefgeliebteäAlles war? Wohl schlummert da ihr Staub. Aber wassuchet ihr das Lebendige bxi den Todten? Dort unten ist nichtdie Heimath ihres unsterblich gebornen Geistes. Diese Heimathist bei Gott; Gott ist bei dir; seid ihr denn getrennt? Sielebt und du lebest, und Gort umfaßt euch beide. Kämpfe,Dulder, deinen Kampf, die scheinbare Trennung währt einekurze Zeit feiere fröhlich deine Ostern. Es ist das Fest derAuferstehung und des Andenkens unserer Vollendung.

Er lebt, er ist auferstanden! Und du, o Wittwe, Ein-same, jammerst um den erblaßten Gatten mit eigensinnigemSchmerze? Du, o Braut des Jammers, rufst den Verlorenenan dein blutendes Herz zurück? Du, Bruder, härmst dich umdie früh verblühte Schwester? Du, Schwester, weinst dem hin»gesunkenen Bruder die Thränen tiefen Schmerzes nach? Wasist es denn, Freunde, wen suchet ihr? Was suchet ihr, waslebendig ist, bei den Todten? Es ist nicht hier; es wohnt inGottes Arm. Feiert fröhlich und voll Glaubens eure Ostern,als das Fest der Auferstehung und Vollendung.

Jesus lebt, er ist auferftanden! Auch ich werde leben undsein bei Gott. Seine Auferstehung ist meine Auferstehung, weilsein Leben mein Leben sein soll. Wir sind nicht des GrabesRaub! O ihr, die ihr schon überwunden habet, und ihr, die ihrnoch überwinden werdet, wir sind Gottes Kinder! Warum sollenwir verzagen?

Hoch schwing dich über über Erd' und Seit/

Hoch über Tod und SterblichkeitEmpor, o meine Seele!

Denn droben ist dein Vaterland, »

Dort führt dich der, der auferstand,

Zum Leben, bange Seele.

Hier schon glänzt durch TodeStrümmerEines bessern Daseins Schimmer.