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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
252
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lebenvollen Palästen? Ergriff euch nie die Angst des Gewissens,die Furcht des Todes im Arm eurer Buhlerinnen, oder auf derLagerstätte, von welcher der Schlaf floh ? Warum beneidetet ihrdie Gesundheit des Armen, die stille Heiterkeit des Frommen,die Ruhe des Weisen? Erst der Tod, da er euch hinweg-forderte aus dem traurigen Taumel, lehrte euch, daß man auchum Tonnen Goldes keine wahre, feste Glückseligkeit auf Erdenkaufen könne.

Wo sind sie Alle, die Gott höhnten, die Tugend verlachten,den Glauben an das Heilige hinwegwitzelten, und die Hoffnungder Unsterblichkeit den Trost der Thoren nannten? In ihremWahnsinn vergingen die Elenden, als geistige Selbstmörder.Sie sind gerichtet durch sich selbst.

Das ist die Eitelkeit des Irdischen! Staub und Aschesind die Ueberblcibfel aller Herrlichkeit und Majestät auf Erden.

Aber Jesus lebt, und ich in ihm. Er lebt und wird lebenbis an das Ende der Tage, und ich durch ihn in Ewigkeit.Thronen zertrümmern, Städte verwittern, Reiche zerfallen,Welten vergehen: aber seine Wahrheit bleibt ewiglich. Er hatein Reich gegründet, nicht vom Staube im Staube, sondernein himmlisches, wo die Geister wohnen, die er um den Throndes Vaters versammelte, auch ich bin ein Bürger seinesewigen Reiches, und selbst ewig wie dieses. Er hat mir einGlück in meine Brust gegeben, das kein Weltbesieger sich mitWaffen erobern, kein Gewaltiger erkaufen kann mit Millionen;er hat mir eine Seligkeit bereitet, neben welcher der Sinnen-rausch eines ganzen Lebens nur ein Gifttropfen neben dem leben-reichen Ozean ist. Ich kann niedrig und kann hoch sein. Ichkann den Tyrannen der Erde ins zürnende Antlitz lächeln. Ichkann in den Gewittern des Lebens frohlocken. Ich kann dieWaffen des Schicksals stumpfen. Ich kann tausend Toben muthigentgegenwandeln. Ich vermag Alles durch den, dermich mächtig macht, Christum. (Phil. 4, 13.)

Ich bin mächtig durch ihn! nicht dem Leibe nach,sondern dem Geiste nach. Und ist der Geist nicht das Allmächtigeim Himmel und auf Erden? Ist es der Geist nicht, welcher erst