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Ä)as wollen diese Worte sagen: Christus ist mein Leben!Der Schwärmer überläßt sich bei denselben einem Strom dun-keler Empfindungen; und der, welcher sich mit einer gewissenAufklärung brüsten zu können glaubt, lächelt mitleidig oderverächtlich des schönen Gedankens, und ahnet eben so wenig,als der Schwärmer, den tiefen beseligenden Sinn derselben,durch welchen wir erst auf Erden dasjenige find und werdenkönnen, was wir sein sollen; sein sollen in unfernBeziehungen zu dem Allerhöchsten, Unbegreiflichen, der unszum Dasein rief; sein sollen in unfern Beziehungen aufdas heilige Weltall Gottes, das heißt, auf die Ewigkeit, denndiese Beiden find Eins.
Christus ist mein Leben! Dieser Ausdruck fordert uns zukeiner sinnlichen Liebe gegen Jesum auf, daß wir ihm mit jenergemüthlichen Zuneigung ergeben sein sollen, wie man etwairdischen Freunden anhängt; wie die Braut den Bräutigam,wie das Kind den Vater, wie der Bruder den Bruder liebt. InJesu leben kann und soll nichts Sinnliches sein. Denn wirhaben Jesum nicht mehr irdisch vorhanden. Auch ist es nichtsein irdisches Wesen, was an ihm das Allerheiligste und Gött-lichste für uns war; sondem sein Geist war es allein! der
Mein Jesus sprach: Sie sollen leben!
Ich will, daß, wo ich bin, die sei'n,Die, Vater, mir von Dir gegeben,
Sich meiner hier im Glauben freu'n,Einst dort, wie schon im Glauben hier,Auch in der Herrlichkeit in mir!
Was acht' ich, Thoren, euers Spottes,Wenn ich, durch Eines Geist und SinnVereinigt mit den Kindern Gottes,
Der Erbe höh'rer Wonne bin!
In Jesu Leben bin ich reich,
Ward' ich dem Vater droben gleich.