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15 .
Das höchste Gut.
1. Joh. 2 , 17 .
Geist / das ist mein hoher Name,Dieser Leib ist Hülle nur;
Fromme Thatcn sind der SameFür der Ewigkeiten Flur.
Alles Andere verweht,
Was auf Erden blüht und steht;
Unser Leben sei dem Himmel,
Nicht dem irdischen Getümmel.
Ewig, ewig wer-' ich leben; —
Sicher der Unsterblichkeit,
Streb' ich mich emporzuhcbenUcber jeden Traum der Zeit.
Wandeln will ich fest und stillJeden Pfad des Rechts, und will,
WaS davon mich locket, hassen,
Will das Ew'ge nur umfassen!
^ Welt, wie hinfällig ist Alles, was du beherbergest! DasFelsengebirg, welches in die Wolken des Himmels ragt, ver-wittert und zertrümmert allmälig, und vergeht wie die zarteBlume, welche jetzt noch auf ihm blüht und in wenigen Tagenverwelkt ist. Die Schätze des Reichthums, welche das Glück undder rastlose Fleiß aufeinander häuften, wie lange dauern sie?Die List des Betrügers, die Faust des Räubers, eine Wasser-flukh, eine Flamme, ein Krieg, ein verschwenderischer Erbekommen und vernichten die todte Herrlichkeit. Die Schönheitder Jungfrau, die Anmuth des Jünglings entzücken dich. Abernach wenigen Jahren suchst du sie vergebens wieder; Andereblühen über ihnen hin. Die Könige bauen Paläste, Tempel,Säulen und Denkmäler für die Ewigkeit. Für die Ewigkeit?Ringsum drohen zerfallene Gemäuer den Einsturz, und vonden Trümmern uralter Denkmäler nickt das Haupt der unfrucht-baren Distel, der Gesellin der Einöde und des Schuttes. Aufden Stellen weiland großer Städte und Fürstenschlösser HerVorwelt wachsen heute wilde, hundertjährige Wälder. Auch