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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
118
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träglich. Nichts dauert zuletzt lange. Für jede Wunde, blute sieauch noch so sehr, bringt endlich dis Zeit ihren heilenden Balsamherbei. Jeder Nacht folgt ein Morgen, jedem Sturm eine Ruhe.

Wir leben im Vergänglichen, und wie keine Freude von immer-währender Dauer ist, so ist auch Unglück, Noch und Angst nureine vorüberziehende Wolke an unserm Himmel.

Nur Much, nur Standhaftigkeit im Guten, nur Glaubengehalten und Treue zu Gott: so wirst du deinen Lauf als Siegervollenden, den die Krone hoher Vollendung schmücken wird,welche Gott, der Vergelter, dir darreicht!

Du trauerst in hilfloser Dürftigkeit, und stehest deinerSorgen kein Ziel.' Du hast gearbeitet mit Redlichkeit und Fleiß,und doch nichts erworben, und mußt mit jedem neuen Tage vorder Zukunft zittern. Treu in den Pflichten deines Berufs, ver-trauensvoll in deinen Gebeten zum Geber aller guten Gaben,sinkst du dennoch immer tiefer in Elend und Armuth^ DeineVerlegenheiten, statt sich zu mindern, wachsen mit fürchterlicherStärke an: du weißt dich nicht mehr zu retten. Die Deinen >sehen einem kummervollen Leben entgegen; du selbst nur Tagen !ohne Ehre, ohne Freuden ermanne dich, Unglücklicher, und Iwenn dich Alles verlassen will, verlaß die Tugend nicht. Wenn ^jede Hoffnung treulos von dir scheidet, scheide nicht von Gott!Rette die Unschuld deines Gemüths, und du hast Alles gerettet.Schon mancher war in schrecklichern Verhältnissen, als du, undward durch die Vorsehung wunderbar gerettet. Kämpfe einenguten Kampf, und halte Glauben. Wenn dich auch Alles ver-lassen hat, und noch verläßt: Gott ist doch dein Gort!

Und du, der Fleiß und Mühe nie sparte, dem Vaterlands,den Mitbürgern wohlthätig zu sein; der seines Lebens schönsteKraft, Vermögen, Zeit und Ruhe aufopferte für andererMenschen Wohl warum härmst du dich um der Menschengefühllosen Undank? Man vergilt dir Liebe mit schändlicherVerleumdung, deinen Edelsinn mit Niederträchtigkeit, deineAufopferungen mit Spott, deine Treue mit Verachtung undVerstoßung; die Bosheit siegt, das Vorurtheil trium^hsttdennoch; du unterliegst. O fasse Muth, o kämpfe glaubens-