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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Nur Much, nur Treue, nur Glauben auch in den bitterstenJammerstunden! Er wird dich nicht verlassen, noch von dirweichen, wenn du ihn nicht um eines irdischen Verlustes willen.verlassen kannst! Wer hat dir je in dein, was dieser ErdeEigenthum ist, etwas Bleibendes verheißen? Wer hat dir jevon deinen schönen Träumen Ewigkeit versprochen? Und hättestdu, gleich einem Hiob, endlich dein Alles, dein Bestes ein-gebüßt: was hast du dann verloren? Staub! Der Herrhat ihn gegeben, der Herr hat ihn genommen!

Nur Much, nur Glauben, und du hast nichts verloren;denn Gott ist Alles, alles Andere nichts. Und Gott bleibt dir,denn auch du bist sein Geschöpf, auch du bist seine Liebe! Gottbleibt dir, auch wenn die Welt vor deinen brechenden Augenhinstnkt in die Nacht, und der Flügel des Todes dich umwehtdie Bl-stimmuns deines Geistes ist die Ewigkeit. Wohl dir, wenndu am Ziele deiner Laufbahn mit erhabenem Bewußtsein dessen,was du auch unter allem Ungemach bliebest, sprechen kannst:Ich habe eirßen guten Kampf gekämpfet, ich habeden Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten!

Es ist eine falsche Vorstellung, zu glauben, die Tugendkönne mit sinnlichen Gütern, mit Reichthum, Ehre, Gesund-heit und allerlei Lebensgenüssen belohnt werden. Nein, denGeist lohnt nicht das Irdische, ihn lohnt nur das Geistige; er,unsterblicher Natur, kann nur durch Unsterbliches erfreut werden.Nur in so fern wir Menschen, das heißt, sinnliche Wesen,sind, streben wir auch nach sinnlichen Freuden. Diese aberfallen uns zu, oder wieder von uns ab, ohne Zusammenhangmit unserer Tugend und Frömmigkeit. Sie sind Folgen theilsvon unserer Klugheit, theils von unserm redlichen Fleiß, theilsvon dem Vertrauen, welches wir in andern Menschen für unszu erregen wissen, theils oder vielmehr ganz Folgen von denAnordnungen des weisen Weltregierers, je nachdem er dstsesoder jenes als Hilfsmittel der bcsondern Beschaffenheit unsererSeele am angemessensten findet.

Daher ist cs ein irriger Schluß, wenn wir aus körperlichenEntbehrungen, aus Leiden um irdischer Verluste willen, die