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Des göttlichen Wortes Macht.
Psalm IS, 8 - 13 .
O unschützbar« Schatz, Dein Wort,
Voll Licht und Geist und Gnade!
Wie mächtig hilft'S dem Schwachen fortDurch Nacht und Dornenpfade lWie macht es hell die Finsterniß,
Wie macht's den Zweifelnden gewiß,
Und froh den müden Dulder!
Anbetung Dir für jedes Licht,
Dem alle Schatten weichen!
Nein, was nur Menschenzunge spricht,
Kann Deinem Wort nicht gleichen.
Anbetung Dir! durch Dich verklürt,
Erkenn' ich meines Daseins Werth,
Ist überall mein Himmel.
Ä8arum soll ich zur Kirche gehen ? Ich höre da nichts, was ichnicht schon wüßte. Ich lerne oft mehr in einem guten Schau-spiel, oder werde darin besser erbaut, als in einer schlechtenPredigt. Warum soll ich die Bibel lesen? Warum andereSchriften frommen Inhalts? — Weiß ich denn nicht sehr gut,was ich glauben und hoffen soll? Kenne ich nicht sehr gut denUmfang meiner Pflichten? Und am Ende, sind nicht alle Er-bauungsschriften voll des ewigen Einerleis? Wozu also dasganze Jahr hindurch Beschäftigung mit einer und derselbenSache? Auch die schwerste Wissenschaft wird nach Jahr undTag erlernt, und wenn man sie weiß, ist es nicht thöricht, wennman sie immer wieder von Neuem zu letnen anfängt? Oderbin ich zeitlebens ein Kind, dem man täglich mit den altenErmahnungen kommen muß? Warum, frage ich, warum alsosoll ich die sogenannten Erbauungsschriften, oder die Bibellesen, da ich ihren Inhalt kenne, oder allwöchentlich zur Kirchelaufen, um die Predigt von Gottes Wort zu hören?