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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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»cetd^eS btr betne fehler »erhält? Sege bie Jpanb auf beirt £erg;prüfe bid) felbß.

$a, nicht nur mein Jpau«wefcn, meine äußern ©crhältniße» ich prüfen am ©bluffe be« ^a^red, fonbern prüfen willich tn ber ©egenwart ©otte« mein eigene« $erj!3ch wiß unterfuchen, wie mein gegenwärtiger .ßarafter befdjaffen; betrachten, ob meine ©enfart unb $anblung«weife ßd) imoerftofjenen 3afre geänbert ^aSe* ©enn immer bleibt man bod)nicf)t gang berfelbe; man wirb älter unb an (Erfahrungen reifer»3d> habe mancherlei gute« unb böfe« ©djicffal feit ben legtengwölf Sßonben erlebt; foldje (Erfahrungen unb ©djicFfale bleibenniemal« gang ohne (Einfluß auf unfer ©emüth.

Unb nun, wie bin ich? wie benfe ich, wie hanbfe ich? ©ott nahe, ber ^gegenwärtige; ©ott burdjblitft bid), ber §»wiffenbe! ÜKöchteß bu ihm heucheln, ihm, ber btd) tyUet burch*fchaut, al« bu ben flarften tropfen SBaffer ? SDtöcßteß bu birfelbfi h«wd)eln, bid) felbß belügen ? 2ßeld) eine £horheit!

3d) will noch, ehe ba« 3aj>r »erßreicht, eine ©tunbe fudjen,in ber ich ntir aßein gehöre, wo mid) nicht« Slnbere« in meinen^Betrachtungen ßört, unb bann ®erid)t halten über meine »er?berblidjen ©ewohnheiten, über meine 5 e hl er unb Saßer, überbie gange Steifyc meiner ungerechten Steigungen unb geheimen©ünben. 3<h » rieten, ehe ße ber Jperr rietet. $ch »e« mir geigen, wo ich mangelhaft unb fdjwach bin ; ich » aufmeine Sabeln«würbigfeiten ohne ©chonung hinbmten. ©ann* rebe laut, innerer ßttdjter, ernße« ©ewiffen, ©efühl meiner©chulb ©ott hört bich!

Unb e« muß enblich fein, baß ich am ©bluffe biefe«3ahre«meinen SBerth unb Unwerth richtig fchägen lerne. 3<h mußmeine fehler ß^ e mußern, benn ße ßnb ja bie Oueßen aße«meine« ©erbruffe«. 3dh muß bie Jpinberntffe meiner 3ufriebemheit, bie 3*rßörer meiner Stuhe fennen. Ober foßte ich auchim gangen Fünßigen 3ah« ihr ©flau fein; auch im fünftigen' 3ahre nicht fo uoßenbet, «bei unb Poß £ugenbfraft werben,wie ich e« fein fönnte, fein foßte, um ©otte« .ßinb, um $efu©ruber gu Reifen ? 3<h fann e« mir ja nicht verbergen, baß,III, 20