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baß midjfig fein, maß für unß einige Sßidjtigfeii hat. ©ben fo
wenig wiib man immer aufgeforbert, feine Meinung über anbere
^erfoneit unb beren Angelegenheiten gu äußern. Unb wenn ich $
aud) aufgeforbert mürbe, bin id) barum immer oerpflid)tet,
fcg(eid) mein Urtheil gu faden ? ®ebe id) nicht jebergeit eine
©chmädje meineß Sßerftanbeß ober meinet Ipergenß bloß, wenn
id) über Anbere abfpredje, ohne ihr ^nnerfteß unb bie Seweg*
grünbe ihre« ^Betragen* gu fennen? Unb bin td) nicht aufgefor*
bert, nicht gur SÖiittheilung beffen oerpflichtet, maß ich bon mir
anb Anbern weiß, um wie otel frecher ifl bann ber unberufene
^tauberer! ©aß forbert bieCjfenljergigfeit, bieHÖabrheitßlicbe,
' baß ich AUeß, maß ich fage, aud) benfe unb glaube. Aber bagegenforbert bie JBefdjeibenheit, bie Klugheit, bie ©chonung, baß ichnicht Alleß fage, maß ich benfe unb weiß,
ßß foK mir enblicb gum®efe| werben, baß td) fdjmetge,fobalb ich mahrnehme, eß übermanne mich bie 2eb#haftigfeit meiner ©efühle. — 3n Unmuth ober 9Ser*gnügen fann ich leicht burd) ein unüberlegteß 2ßort gu oiel thun. -
3<h habe eß oft erfahren, ©ine unbefonnene 3utvaulid)fcit hat '
nicht feiten baß bitterfte Unglücf herbetgeführf. 3d) bin nid)timmer £crr über meine ©efühle. ©ie fonnen rege merben; ftemögen eß fein. Aber in ber Sebhaftigfeit berfelben min ich wirfebe entfdheibenbe ^anblung, jebeß entfdheibenbe SSBort unter#fagen. 91 ur fo bleibe id) .fjerr meiner felbft unb jebeß ©eheim#ntffeß, baß ich wir felbft bagu madje, ober meldjeß meiner üreue«nb SSerfchwiegenheit anoertraut marb. Ach ©ott, gib mir j?raft!
©rnjt ijt mein SBille, meine ©efmfucht, immer beffer unb mofl#gefälliger oor ©ir nach bem 33eifpiele meineß 3efu gu wanbeln, —aber wer ftchert mich gegen meine eigenen ©djmächen? ©trfannft eß burch bie -Stacht ©eincß heiligen ®eifteß. O ftche mir >>
bei in ben Augenblicfen ber Prüfung! *
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