4H
wirb für ba$ ©eine formen. ($i tß genug, baff einjeglicher Stag feine eigene *piage habe! ('Dtattb. G, 34.)
Sefuö @brißuö, al$ er biefe Siegel ber wahren gebcnöweiebeitgab, wollte feine$wegö jutn 2eid)lfinn ermuntern, welchernichts in Erwägung jiel;t, »on feiner ®efabr ju größerer 93or*ßdß gewarnt wirb, fonbern blinbtingd inö SBerberben hineinfbroinbelt; — nein, ermuntern wollte er feine Sfadßolger, alle«©chicffal, weldjed wir ju tragen beßimmt ftnb, mit leichtem© i n n e ju nehmen. 2Ber aber mit 93or jtcht in allen feinen Unter*nebmungen unb Sieben ja SGerfe gebt, unb in allem Uebrigenauf ©ott eine feße 3 u »erjtcht fegt, ber fiircfjtet nicht balo mitUebcrntaß irgenb ein Uebel; ber läßt ftch »on brmfclben nidßhalb nieberbrüefen; fonbern er gef;t »oll lekhten ©tnneö unterfeinem Ungemach \)in, unb benft: ©ott wad)t noch über mich!G?r ftrengt feine .Kräfte jur ebrenoollen Siettung an, unb (lebtfreubig einem beffern Stag entgegen, benn er weiß: 'I*.*ie eö iß,bleibt ei nicht! Unterm fütonbe wed)felt Sllleö!
3n ber Stßat iß baö cjucilenbe ©orgen fd?en barum eineStborbeit, baß wir bie Siotb, weldje wir befurdtten, uitnügerSBeife fchon tbätig gegen und machen, ebe fte ned) ba iß; baßwir fchon ben beutigen unb morgrnben Stag um baejenige mitJammer unb 2-(ngß anfullen, wa$ noch nidjr erlebt iß. — SSBiee$ iß, bleibt ei nicht; unterm ffiionbc wedjfelt Sllleö. Söejubein ewigeö ©ichten unb Strachten? £abe nur S)iutb, nochbeute beiner ©tunbe frob ju werben, bann wirft bu auch ^raftgewinnen, bie fchwarje ©tunbe fi ol; ju empfangen. 2Bie e« iß,bleibt eÄ nicht; unterm SOionbe wedjfelt 3llle$! 2ßie »ielmalßaß bu ei erfahren; warum bleiben bir auch bie fdjönßen Grr*fabrungen frudjtloö; warum angßigft bu Dich, ald würben biefeSSerbältniße nun nie wieber anberö werben fönnen? Siebe,fein Stag gleicht bem anbern.
Ohnehin lehrt unö bie Erfahrung baneben, baß gewöhn*lieh baöjentge am wenigßen eintrifft, waS manam ängßltdjßen unb längßcn beforgt b«t. Sßoju alfobie unnüge unb frübjeitige, »oreilige ©angigfeü? 2ßie wenigfann ber fOienfch »on einet ©tunbe jur anbern »orfeben, wad