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Umftanb unbenuljt taffen, um fern 3dj »on alten ©fiten bar#jufiellen, bamit man e$ eben fo liebe, fo greife, wie er ei infeinen ©ebanfen felbft tbut. ©r wirb empftnblid) gcfränft, wennman in ©efellfcbaften irgenb einem 93erbienfte anberer ^erfonen©erecbtigfeit unb Sob jollt, of-ne jugleicb burd) einen ©eiten?blicf auf lfm ju »erflehen ju geben, baß man feinen hohem SSert^»ollfommen ju witrbtgcn wijfe.
•uie unmäßige ©elbftgefälligfeit unb thöricbte Serehrungeigener @eifteö»ortrefflid)feit ijt oft brr gebier »on Seutcn, bieaÜerbt'ngö fowofd wegen ihreö SSerftanbeö atö $ergenö febr fcbäjj?bar fein fönnen. Slber inbem folcfce Steigung, immer nur aufftd) felbft ju feben, immer nur auf Jpulötgung erpicht ju fein,enbtich im ©emftth* »orherrfcbenbe Seibenfchaft wirb, »erbunfeltunb entwertbet fie aud) bie anbern löblichen ©igenfdwften. Selben#(d)aft, baö beißt/ eine gewaltige Steigung, weldje ben beffernSBiUen feffelt, bie Klarheit ber SBernunft trübt, unb allein^auptquetle unferer ©eftnnungeit unb SSefirebungen werbenwill, ift ©ünbc. Cenn nur SSernunft, nur b-aö ®efe£ &ottei,nur eine reine Siebe ju ©ott unb SDtenfcben, mehr benn Siebe juunö felbft, foll unö regieren.
^poffart laß weber in beinern $erjen, nodj ittbeinen 2Borten herrfcben, benn fie ijt ein 2lnfangaIleö 93erberben$. (£ob. 4, 14.) ©o fpridft warnenb bieheilige ©cbrift.
©ie ijt ein 2lnfang atteö Sßerberben?; ober wo wäre jemalsein Ieibenfcbaftlidjei Seben ber Anfang alleö ©uten unb ©e#glücfenben gewefen ?
Cer ©elbftgefatlige fcdjabet ftch burcb bie Ueberfcbafjung feiner©erftanbeöoorjüge am meiften. Caö feine ©elbftlob, weldjeder ftcb gar ju gern jollt, ober welche^ er Slnbern abjwingenmöd)te, wirb anftößig fiir bie, welche mit ihm umgeben, ©iemögen feinen SEBerth erfenntn ober nicht, in jebem gälte werbenfie gewahr, baß er felbft eine aUjuüberfpannte SOteinung oon Cent?felben habe. Ca eö für fie fetneöwegö eine angenehme ©mpftn?bung ift, ficb beftänbig überfehen, beftänbig gebemüthigt jufühlen, erhebt ftcb in ihnen SBunfch unb SßtUe, ihn jur rechten