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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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gebe für bie Vergangenheit, nicht in ber Vergangenheit.2BiUß bu für fie leben, fo mußt bu in ber ©egenwart fogegenwärtig fein, baß, wenn fie »ergangen, bu ihrer immernoch froh bleibß. fftur wer bie ©egenwart gang gu genießen»erßeßt, bem »ergeht ße nicht gänglich! gebe in ber ©egen*wart, unb mache ße gu einem ©cbage für bie Erinnerung,üannß bu eine fchöne Slßat ^memlrgen, fo lebt ber Slugcnblicf,welchen bu bamit fchmücfteß, ewig, wenn auch nicht jebergeit inbeinen ©ebanfen, hoch in feiner frudbtbrmgenben SBirffamfeitauf beine unb frembe ©dßcffale.

8ebe für bie 3uFunft, aber nicht in ber 3«?«nft. Vereitein ber ©egenwart burcb Sorgfalt unb Vorßcßt bir JreuDe fürbie noch gu erwartenbcn Stage. ^Pßange unb fäe in ber ©egen*wart beine einßigen lernten. Cu ßaft bie Jreube be$ 'Pflangenf;ob bu bie greube ber grudjt haben wirß, fann fßiemanb wiffen.gür ben SBeifen hat ba$ geben gar feinen SBinter. Cie gegen*wartige ©tunbe für ißn immer Frühling, in welchem er§*liehe ©aaten auößreut, unb gugleich immer Jperbß, wo ihmfrühere ©aaten reif werben. Er nimmt bie ©orge, ße nimmtihn nicht. 3ebe ©tunbe h«t ihr ©üßei, ihr VittereS; jeberSag feine eigene ^Mage, gerne benn, wie bie Viene tßut, bieauö jeber Vlume ben £ontg gu ßböpfen weiß, aber baö ©barin gurücfläßt. $ß ber Sag »orbei, auch feine «plage »or*über. 2Bie thöricht. boch, ße burch §urcht ßhon aul ber3ufunß auf ben heutigen Sag gu bringen, unb ße burch beßän*bigeö ©eufgen gu »erlängern, wenn ße ßhon ber Vergangenheitangehört! 2Öa$ aber ber gegenwärtige Slugenbltcf Vöfee bringt,fann nie gu fchwer fein, weil ber 5lugenblicf nur ein ^unFt inber 3eit. 5ßur bann wirb ein 5lugenb!fcf gu fchwer, wennman in ihm mit unnü$er Veforgniß bie »on ©ott auf ba$ $ahrbmßeilte 9Fotß gufammenfaßt. ©ott freunbltcß unb fchonenb;nur bie menfehliche Sborbeit graufam.

JBeißt bu im ©egenwärtigen für ba$ Vergangene unbkünftige gu leben, fo lerne auch im ©egenwärtigen für bie©egenwart leben, ©ehöre ihr mit unbefangener ©ernüth*