©tefei Sehen außer ber ®egen»art ift einewahre ®eifteifranfbett; ei fann gur ®e»obnbett, guranbern Statur »erben. 5lli ein ßo^er ®rab berfelben fann bie3erftreutbeit bei ©eiftei angefeben »erben, ©ie meiflenSKenfchenleiben an biefer ßranfbeit, unb verlieren über bai Sßorauiforgenfür ben ©muß bei Stbeni ben Sebenigenaß. ©ie leiben beftanbigjunger, weil fie bai ©ffen »ergejfen über bai, »ai fte effenwoUen. ©iefe Äranfbeit bei ®eiftei raubt uni bie reinftengreuben, welche ®ott uni barbietet, »eil »ir über fie »egnach benen feben, bie »ir noch nicht haben. ©ie »erminbertauffallenb bie ©urnme unferi bauilichen ®lücfei, weil »ir nieim boöen SKaße unb mit ganger ©eele bei ben lieben Unfrigenftnb, unb unbefangen ißre gteuben, • unb »ai eben bie erfte©tunbe ©chönei bringt, mit ihnen feilen, ©arurn fann man»obl fagen : SEBirflidj ju leben ift eine -ßunft.
3efui (Sbrißui, biefer göttliche unb erhabene Se^rer ber»abrfien Sebeniweiibeit, ließ biefen großen gebier bieler©terblichen feineiwegi unbeachtet. ©r mahnte febr bagu, manfoKe in ber @egen»art leben lernen, ©orget, fpradj er, forgetboth nicht für ben anbern SDtorgen ; benn ber morgenbe Sagwirb für bai ©eine forgen! (Sßlattb. 6/ 34.) prehtet hochnicht, »elchel Ungemach euch ber fünftige Sag bringen »erbe,unb nermebret bamit nicht bai Ungemach, »eichei ihr altenfatlifchon b«het. ©i ift genug, baß ein jeglicher Sag feine eigene^lage habe.
®e»t'ß, ei ift nicht unfere eigene 93ortrejf(ichfeit, bie uniben ©enuß bei Sebeni »erbittert, fonbern unfere Schwache,eben barum fprach Sefui wiber bie ©acht, bai, »ai »irhaben, »egjugeben für bai, »ai wir nicht einmal »ijfen, obwir ei befommen »erben, ©arurn forget nicht für ben anbernÜRorgen; genießet ben gegenwärtigen Slugenbh'cf, unb »ertaufdjetnicht bai ®e»iffe für bai Unge»iffe.
9tie fehmeefen wir bai ©.«.fein in *aoöerm SDtaße, unb bie®egenwart in ihrer gangen itraft fo febr, a(i in unfernSugcnbtagen. ©ai Äinb gehört gang bem ©inbruef unb ber®abe ber eben »orbanbenen ©tunbe. ©i befümmert fich um bai