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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
365
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Unb e r it el! Unb wal wir 3;rbifcbel einbüßen, »ergtlt erbimmlifch unferm unterblieben ©eite. 2ßal ifl bal ganje gebe«btefer 3 f it gegen bi« J^jerrlid^Frit, bie er unö bereitet fat in einemanbern geben? üort ftnbeft bu jwar beiirbifdbe ©ut mdt wt'ebcr,bei bi<b bi«« »erlief, aber einen neuen Sieicftbum feiner ©nabe;ur.b bie Seelen, bie bu fienieben liebtet, o, fte finb unterblieb,3 üie bu felbft; fte bereinigen ftd) bort wieber liebenb ju bir. Sittel,traö wir auf (Srben batten, gebt »erloren, aber bie uni tbeuern©eiflcr ftnben wir bort wieber, wo ber ©eift ber ©et'fter wofnt.

4L

^ n bet © e g e n ro a r t leben*

SWattb- 6/ **

©ei froh be« tagt/ ben ©ölte« $an&

J>it reicht vom Äebenäbaum.

SSal morgen fommt, iff unbefannt;gcfUrtt n>«r, ein Sroum.

3t ei nicht feltfam, baß »on fo »ielen gebenben nur wenigenerteben, wirflieb ju leben? Sie glauben gu leben, weil fkwachen, fchlafen, effen, trinfen, reben, benfen. Slber, genaubetrachtet, leben fte ben gertngten SEbeil ber 3eit, in ber te batnb, fonben fte haben gelebt, ober wollen noch leben.

SBir leben freilich auch, wenn wir fchlafen. $lber wtr fnbuni im Schlafe bcffelben unbewußt. 2öir tnb ba gewiffermaßen,all waren wir nicht. Üttan ?ann »on bemjentgen ert fagen, erlebe gang, ber, wal ba ijt, mit »ollem S3ewußtfetn erfenntunb genießt.

2Btr leben nicht eigentlich mit bem Seite, fonbern mit bem©eif e, ber ben Körper befeelt. So tnb wir im trengen Sinnbei SB orte ß auch nicht eigentlich an berjentgen Stelle, wo tchber Seit befnbet, fonbern ba, wo unfer ©eit it* Safer fönne«wir bem Selbe nach in großer ©efeHfcbaft unb bennoch abwefenbfein, nämlich mit bem ©eifle. Unb wir fagen mit Siecht gu einemgeliebten, »on uni getrennten Jrambe: ich bin fat betan&ignur bet bir, unb nie bei meinen ©efchaften.