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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
307
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fd^aft $u «Serben, bie P^fre (Stufe menfd)lid;cr (Seligfeit jugeniefett, «sage benerflen <Sd)ritt, lerne brdf? erft felbftfennen! 93ieöeid)t fmbejT bu ntrgenbS, als in bir, bte Jpaupt*qutlfe alles Hebels, baS bid) l;inbert, Deines SebenS rcc^t frei;ja werben*

Samit bu aber jur wahren SSürbtgung beineS SöcrthcS unbUnwerthcS gelangefr, entferne twr allen Singen juerjb betne»orjügltchfle gcinbtn, baS frärfjlc Spinberntp an beiner ©elbfUfenntntp, bte Eigenliebe.

Unb baf fid; il;re fchmeidjelnbe (Stimme nie in betn llrtbcilüber bid) felbff mijebe, enthalte btch bet ber etnfanten PrüfungDeines Innern jebeS SMicES auf betne allfälltgen ®orjtige, jebergreubc über betne auSgejeicbneten(üafi{tm unb ©cftgtlmmcr,jebeS SlnbenfenS an betne guten £l;aten; fonbern fuä;c ganjallem betne geiler, Deine fünbltdjen s?or!;errfdjenben Steigungen,beine unerlaubten ©egterbett, betne natürlichen ©chmad;f;ettcn,bie SOtängel beiner ©runbfäge, bie ihfadben auf, welche bir beianbern SOtenfdjjen ben weiften SBerbrup erregen, wobureb fte »onbir entfernt werben, unb weswegen fte, platt btd) mit @üfe,mit Jpodjachtung, mit warmer greuttbfdtaft §u bel;anbeln, birmit teilte ober gar mit Empfmbltthfett begegnen! Su l;ajteinen guten Engel, weld)er freunbltd) unb ernft btd) auf jebeStelle beiner Senfart, auf jebe §3leße beineS ^perjcnS, wo bumangelhaft bijt, aufntevffam mad)en wirb. Stefer gute Engel{seift ©emiffen; cS ijt ein bejtänbiger geinb beb böfen Engels,ber bt'd) unter bent Stauten ber Eigenliebe oerbirbt.

SBagjt bu eS aber nidjt, beinern eigenen Urteil ganj jutrauen, fo wähle btr einen treuen, wobltnemmben greunb.Unterhalte btd) mit ihm in ein«-? einfamen ©tunbe über Deinen5?arafter. 33itte i{w um fein ffvengeS Urthcil, nicht über baS,waS bu ©utcS an bir haben fönntefb, fonbern über baS, wo*burd) bu Sinbern etwa mip fällig geworben. SSiclleicht finbr.id;t eben grobe gehler unb Saffer; aber eS fönnen Unterlajfung^fünben fein, bte btd) in ben Slugen beineS Stäcbfcen herabfegen.Su tfmft »tfUcicht weniger ©uteS, als bu wohl fännteft, bifi