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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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247
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24?

28.

Urteil b e r %Q eit.

<Sph«f- i, 22-32.

$>ie SPlcttf^en richten nach i>em ©chei»,

Stach eigne« Äeibenfchaften Sfteije;

$ie beut ein $ojiannah fchrein,

»Sic fcfjleppen morgen bicb jum Äreaje,

Sit anferm eignen 23ufen toohnt©in Stifter / melier/ an&eflochen/

©chon oft ben frommen ©inn belohnt,

Oft meiner Saft ben ©tab gebrod>en.

Unb wirb anch fein ©eroiifen laut/

©in Sfnbrer lebt/ ein Stnbrer richtet/

Ster barch ber #er$ot Siefen fdjaut,

Unb bie geheimen S&aten flehtet.

S)u bifltf / o cwger dichter , ©ott!

Sonnt ich oor Stir anflrÄftich leben/

Stann bürft ich »or ber ättenfchen ©pott,

Söobt mir! bann felbfl oor S)iv nicht beben!

vD^andjer, ber auS ©vfabrung weiß, wie tt>anFelmütfng unb .anjuoerläfjtg baö Urteil be$ großen -*paufen3 ift, trogt fein33ebenFen, ftd> ftolj über baffelbe hinwegjufe^en, unb ju tbun,:wa$ tf>m beliebt, ohne ftch um Slnberer SOteinung »on if)m jubeFümmern. £Ro«i) mehrere aber, unb gewiß bie üJteiffen, feigenwieber in baS Urteil ber SEBelt einen allgugroßen 2Berth, jtnballjuempßnblich gegen bie gute ober übte Meinung, bie mauwon ihnen hegt, unb tßun am (Snbe mehr, um tlnbern jugefallen, als ihnen felbjt ßeilfam ift.

Oieb nun ift eine ^aupfquelle »on mancherlei Unjufrieben?heit unter ben ffllenfdjen. Oie Stube »ieltr ©injelnen unb baS©lud »ieler guten Familien ift baburd) geftört. 9tod) täglichentfpringett aub unferer allgugroßen Gmpftnblid)Fett gegen bieUrtbeile Hnberer über unö ©pamtungen, ©treitigfeiten unbgramvolle 2lugenblicFe.

Sföir mürben manche bittere ©tunbe beö Sebent wenigergehabt haben, unb noch jefjt weniger leiben, wenn wir un§ powbcm Urfheile ber SBelt einen ridüiaen begriff gemacht h& ttetu