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3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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Mi ©folg, auö Jperrfcf)fud)t ? SSerfäume ich nicht vielleichtgrößere pflichten, wenn id) bie$ ober jenei thue ? SBenigefragen fo. SBohl aber benfen bie ^Reiften barauf, burd) welcheÜRittel fte ju ihrer 5£bfic^t am gefchwinbeften gefangen mögen, aufweldjen SEBegen fte ihr erwünfchteö 3'el am fid^erften erreichen.Ob unter btefen Jpiffömittefn benn auch eine Süge, ein betrug,eine boshafte Jptnterftfl, eine Unreblichfeit mit unterlaufe, bteSift gtemlich gleichgültig; bie$ vergeben fte ftch gern. Qi ift ihnenfogar fchmeichelhaft, wenn man non ihnen fagt: (Sr hat flugangefangen, man fann gwar nicht Sllleö billigen wa$ er gebrauchte,um feinen ^fan burchgufejjen: aber er hat ifm bod> mit Itlughettburchgefefjt; er hat fein 3iel erreicht; gleichviel ift ei ihm nun,wie unb auf waö für Slrt.

Sich nein, ei ift nicht gleichviel! Stein, bie bid) loben, habenauch bein SBerbammungöurtheil auögefprochen. ©te ehren beinenSSerftanb, beine 9Sorftd)t, beine ©efchicflid)feit in ©ehanblungbeiner ©efchäfte, aber fte verabfeheuen bie ©ewiffenfoftgfeit, bteUnreblichfeit mancher beiner SRittel. ©u haft bein 3iel gewonnen,aber baö 3utrauen, bie offene Siebe beiner SRttbürger auf immerverloren. 2Ber einmal betrog, bem traut man nie wieber. ©uhörft ei nicht, wie man hinter betnem Sobe auch bie SEBorte Inn?gufe§t t 93or bent muß man ftch in Sicht nehmen! ©u haftmehr verloren, al$ gewonnen; bu haft bir vielleicht ein tobtet® ut errungen, aber eble, lebenbige .ipergen von bir geflogen.SRan bewunbert mit ÜötDerwillen unb Sfel beine @efd)icflid)feit,aber liebt in bir nicht mehr ben guten ÜRenfchen.

Sprich nicht: ift mir gleichgültig, waö man von mir benft.Qi ift 3Lh° r heit, ftch nach ben Urteilen ber SRenfchen gu richten,ipeitte id)ö nicht gethan, fo hatte ei ftatt meiner ein Stnberergethan. ©leichviel Sllleö, wenn ich nur meine Slbfid)t erreiche.

Stein, eS ift nicht gleichviel! ©u haft beine Slbftdjten er?reicht, aber bie Sichtung für btch felbft haft bu verloren, ©uwählteft in beiner Klugheit unbillige ÜRittel, bie btch freilich gunt3wecf führten ; aber bu haft ©ott oerloren unb baö SSertraucngu ben SRenfchen. ©u fürdjteft nun eben fo von ihnen hinter*gangen gu werben, wie bu SRanchen von ihnen htntergingft.©u bift auö bem ^arabiefe fhöner Unbefangenheit unb Unfchulb