Druckschrift 
3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

3$r ©taub ifl in alte SSBtnbe Perweht, if>r ©efchledjt ifl »erttfgf,i^r ©ame nur lebt noch, um bamtt 5Xbfcf)euItd>Fetten ju bezeichnen.3fl nicht oft fchon öon eigenartigen ober wahnfinnigen ©emalt«^abern »erfucht worben, bie ©ölfer in Unwiffenheit ober Barbarei|urücfjubrängen, bannt fte bt'efelben beflo leister in Sflaoenfeffelrtbehielten? Slber ben Sßeltgebietern unb ihren oermeffenen Traumenbegegnete jerflörenb ©luth unb SBort eine« einzigen gotterfeudj«teten SBeifen ba jerflog »or bem Jpaucb au« beffen ©lunbebie ganje ©lacht ber Sßeltgebieter, unb bte ©lenfchheit trat in«Sicht, unb bie £l>rone ber ginflerlinge flürjten jufammen. 3breOonner, ihre «Scheiterhaufen, ihre Werfer, ihre Jlüche warm«ergeben«. Oarum feib flille, fpricht ber H enr / unberfennet, baf? ich ®ott bin!

(Jrfenne ba« ^Balten ©otte« in allen beinen »ernichteten*ffiünfchen; erfenne e« in allen beinen erfüllten Hoffnungen. OieSiebe war bort rege, wie hier, Sille« $u beinern Heil* Oe«nbie« ifl ba« 3iel ber Stopfung, ©elbft ba, wo bir ba« H er 5am flärfjlen blutet, ba, wo heilige ©anbe, ©eelenbanbe jerrtffen»erben, etwa am Sterbebette eine« ©atten, eine« ©ater«,einer ©lütter, eine« Hinbe«, einer ©chwefler, eine« ©ruber«ach, wo bu meintefl, ber £ob folche« geliebten Sffiefen« fei unt^möglich, ©ott fönne ihn nicht wollen, wo bu fchluchjenb in«einer etnfamen Hammer bie Hänbe jum Himmel emporflrecftcfl,unb fragtefl: warum? o warum?unb ba« ©eliebtefle bennod>«erlorefl, unb bamtt ba« ©efle au« allen beinen Seben«freubenja, felbft ba h«t bein ©ott gewaltet, bem ©erftorbenen ju Siebe,«nbmag hoch bein järtliche«, tief »erwunbete« H^J bluten!auch bir §u Siebe.

Oer innere SBerth unb bie herzliche SSeligiofttät ber ©lenfchenaoirb bei weitem nicht fo leicht au« ihren Slnflchten ber ©ergangen«h«it unb ©egenwart erfannt, al« barau«, wie fte bie 3 u & tR ftbetrachten. ©tan tröflet ftch enblich wohl über ba«, wa«vorüber ifl, unb gewohnt ftch an ba«, wa« ba ifl: aber nichtfo gleichgültig unb gelaffen richtet man immer ben ©lief auf«a«, wa« fornmt. 3e mehr ber ©tenfeh Urfache hat, oott«er 3wf«nft ju befürchten, je geringer ifl ber SBerth feine«