Druckschrift 
3 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

ober »erfannt, fo bift fcu nod) nie glücfltch gewefen, fo wirft bu niemalß »erben; fo bift bu würbig, unglücflich ju fein, aufSaß bu enbltch lerneft, bicf $u bir felbft ju erbeben.

Jpaft bu aber baß 3*el ff reicht, baft bu bid) felbft gefunben;füblft bu, baß beine ©eele fcbon auf (Arbeit in ber ©et'fterweltift, nicht in ber »om ©»tel beß ©taubeß abhängigen &bicr»elt;?annft bu in gänzlicher Verarmung »oll beitem 33e»ußtfeinß, auchunter SScrachtung »om großen Jpaufen »oll ebeln ©elbftgefüblßbleiben: bann b»rft &« , 0 ©eift , bann »erftebft bu anbere©timmen, alß biejenigen ftitb, »eiche auß bem ©taube ber»or*flingen; bann, o ©eift in beiner göttlichen Statur, b^rpt bunicht mit (fntfe£en »om Untergang ber Sßöner, »om Untergangbeiner (frbengüter, »on ber ©efabr beincß Setbeß unb Sebenß,fonbern über bem blutigen, grauenvollen 5Beltge»übl bie ©timme©otfeß, wie fte auß ber heiligen ©cbrtfi rebet : ©eib ftille,unb erfennet, baß id) ©ott bin! C'Pf. 46, 11.)

©eib ftille! ©enn ift nicht bie Itunft ber $tenfchen,nicht ihre i?raft, nid;t ihre Klugheit, bie baß bffhergebrachtbat, » gefaben ift, unb » noch im beoorftebenben 3 a ^ r emit euch gefaben fotl; ift ein Slnberer, i|t ber ipöchftc, nadjbeffen üBtnfen bie ©ternenwelten beß Jpimmclß il;re Bahnen, unbbie fleinften ©ewürmer beß ©taubeß il;re 2Öege fuchen muffen,(fr iftß, unb ift fein anberer ©ott, alß ©ott!

(fr »altet, er immerbar uncrforfchlid) groß, »eife, 3löeßumfaffenb! itein 5lnberer »altet neben tbm in ber Unenblichfeit.©u mögeft nun furchtfam jittern, ober gelaffen feine SSerbängntffeerwarten unb empfangen; bu mögeft »egen feblgefdjlagencrSSBünfdje trauern, ober getröftet bleiben; bu mögeft um baß,maß »ergangen ift, unb baß, » noch erfdjetnen will, »er*j»eifeln ober frohen ©tnneß fein : ift »ergebenß. ©eineS^ranen unb ©orgen, bein Sauchjen unb ftrobtoefen änbernrtichtß in ber ewigen Sßeltregierung. ( gefch'iebt fein Söitte,ob t'bn ber Sterbliche erfenne ober nicht, »reife ober beflage.(fin golbener 2bron, ober ein Jpäuflein, »on Slmeifen jufammen*gefchle»»t, » gelten fte im S3licf beß 2lßerböcbften mehr, bemt©taub, auß welchem fte burch SJtenfchen unb 2(metfen gemadjt