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4 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
299
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sann wäre bai S^etc^ ©ölte« felbet auf Cftben. getber abererfcbtecft uni nur ju oft ber Slnbltcf bei ©egentheili. 2Bir ftnbenfeine £ugenb, nur Klugheit; feine innige, jarte Siebe, fonbernlinbanf. Saraui cntfpringt bai ©lenb ber Seit, wclcbei uniin taufenbfach abfchtulidhm ©eftalten umringt*

Sen Unbanfbaren jeigt uni 3cber mit warnenbem Ringer,aab bie ©^rlo(tgfe;-t feinei ©emüthi wirb »on ber Seit gerichtet.äEidjt nur bie bejfern SDtenfchcn, wenn fte feine Senfart wahr;Seemen, fließen ihn, fonbern felbft bie Schlechten meiben ihn,Äsern nie ju trauen ift.

Sai Uebtl, weldhei eine cinjtge unbanfbare #anblung ftiftet,fann oft an ftd; felbft gering fein, aber nicht feiten ift fte in ihrenfolgen entfe^lich* Sie tobtet bai Vertrauen ber 9tefclid)en jumSDtenfchen. Sie flöfft bem getäufchten unb betrogenen Jpergenunüberwinblichen Argwohn gegen bai gattje ©efchlecht ein. ©iecfchredt ei ab »on fcen ©efühlen uneigennütziger greunbfchaftanb Siebe, bie fo fhmerjlich »erraten würben, unb wirb bai.^inbermjj, ber Stob fo mancher guten ^anblung, bie außerbem«gefdjehen wäre*

Su, ber ben £rcunbeibunb gebroden; bu, ber bu mit*£oeh»errath bei Soh!tl;äteri Sruft »erwunbeteft; bu ©ofm,Jsa Tochter, über bcrcr Voibed betagte Leitern weinen büi;ifi euer Serf! 3br h^t tn mehr ali einem guten Jperjen ben©lauben an bie QJtenfcbheit, an bte SEugenb getöötet; ihr habtIsen üeim unjähltger guter SUftaten jertreten; ihr habt eine £ötlcauf ©rben auigetheilt. Senn welche Sunbe fchmerjt brennenoer,ali bie wir »on geliebter ipanb empfangen?

Unglücffeliger, bem beim Sefen biefer 3 J ^ cn ©rwiffenBranche Schulb »ori Sluge riidft: wai hat bir beine Unbanfbar*feit eingetragen ? Verachtung bei benen, bie fte fennenalfo auch Verachtung beiner bei btr felbft*

Slber glaube nicht, baft eine fo empörenbe Unthat, welche^Bürgin ber geheimen Schledjtigfeit beiner SenFart unb ©efühle:tft, glaube nicht, baß fte bloß auf biefe Strafe befchränft bleibel:9tein, bu haft bai Stecht jur itlage »erlorcn, wenn bid) cinft fürSeine Siebe ein Slnberer »errath, wenn bir cinft ein Slnberer