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4 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
252
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SBeife fcbmeicbeln! ©er ©tolge tfl jebergeit feer Unterwürftgfte«nb Senfbarffe, SDZan läßt ihm feine 5E(w r heit/ feinen ©igenbür.felgelten, unb leitet ihn nach belieben. ©r wähnt vergöttert jufein, unb wirb ber ©pielbaH frember Schlauheit, bai äßerfjeugfremben ©hrgeijeö, ber blinbe ©efriebiger fremben ©igennugeö,«nb wirb »ergeffen, ober auf bie ©eite geftellt, fobalb man feinernicht mehr gu anbern 3wecfen nöthig fiat.

@djä£e Sftiemanben gering, unb überlebe bich nicht beinerSBorjüge. ©enn jebe Anmaßung biefer 5lrt beleibtgt, «nb wirbnidjt leidet oon ben Seuten, wie jte n«n einmal ftnb, »ergießen,©in 3eber trägt tn fid) ein ®efüf)I feiner Rechte, «nb forbertron llnbern Sichtung, 3eber weif, wa$ er in feinen Verhält*nijfen werth ifü, «nb fann gleichfam eine SSernicbtung biefeS ifmsiebenten 23ewußtfein$ unmöglich mit ©elaffenfieit ertragen.5Df>nc|>in feben viel SSKenfcben ba$, womit bu bich gern ^ervor?jlellen möchtest, nicht einmal als etwaö SlußerorbenilicheS an,©« brüfieft btdj mit beinern Slang, ben Slnbere fdjon melmalS»erfcfjmäht haben; mit beinern ©elb «nb ©ut, «m welches ftch bieUebrigen gar wenig befümmern, weil fte für ftch genug haben;mit beinen ®efd)icflid)feiten unb Jlenntniffen, ba Slnbere ihrefeurigffen SSBünfche nad? ganj anbern 3ieie« rieten; mit beinerSBohlgeflalt unb Schönheit, ba ber ©rfchmacf ber ÜRenfcben fefr»erfchieben tfl, unb bem ©inen baS mißfällt, waS ben Slnbernentjüdt. 3e weniger alfo Slnbern ba$ oorjüglid) fchetnt, wasb« über SltleS geltenb machen möchteft, je empftnbltcher fränftbetn »erfaßter ober offenbarer @tol$; je beleibigenber wirbbetne Anmaßung, beine $erabfe|jung Slnberer. @ie fühlen (Ich«nfchulbig, «nb «m fo fchmerjlicher burdh unoerbiente ©rniebrtgungoerwunbet, Sfted? nicht leicht gefebah eS, baß ber ©tolje in biefem2eben «ngebemüthigt blieb, SSJer fich SBiberfadjer erweeft, be*reitet mutwillig ftch @<hmach «nb Slnbern ©chabenfteube.©aber hat baS gebräuchliche Sprichwort warnungSooße Safr«heit: Jpochmuth fommt oor ben JaU. ©rhebe bich nicht beinerKleiber, fagt bie heilige ©chrtft, «nb fei nicht flolj tn betnm©heen, benn ber iberr tfl wunberbarltch in feinen SBerfen, u«b$liemanb weiß, was er tfmn will, (©irach 11/ 4.)