mä)t feltfl täuf^en , unb glaubfit, affe btejentgen feien fdjledjtfbenfenbe SOtenfcben, bte uni nxc^t Wohlwollen, ober unferr©acfte nicht mit bemjenigen (Eifer unterflüfcen , welchen wtrwünfdten. Unb boa) tft bieg ein gewöhnlicher gehler, baß manau« SDtißmutb fogleicb $eben in $8erbad)t bei Sööfen but, bersmfere reblidjen 2lbftd)ten nicht auf ber ©teile anerfennt unb jur.^uifübrung etnei guten Sßerfei bte ^anb bietet, .Spier tftweiften £ nur gcfränfte (Eigenliebe, bte ben ^altftnnigen ju fcbtielC»erbammf. 9)tan betrügt ftcb bann gern felbft, weil etwas 2ln?genebßtri in bem ®efubl liegt, üerfannt ju fein. SOtan bemänteltfeine (Empftnblicbfrit, fo fcbön man fann.
SCBirflid) pflegt ei oft $u gefcbcben, baß auch redjtfcbajfenegeute uni lange »erfennen, mißtrauifcb gegen unfere ©dritte finb,smb nicht fogleidb freubig Jpanb anlegen, um bai ju beförbern,wai mir für gut halten, ©enn bie Meinungen unb (Erfahrungenber SOtenfcben fönnen t>on einanber febr »erfdjieben fein, obgleich?bre iperjen aleid) gut fein mögen. ©arum ftebt man »ortreffiidbc^erfonen oft auf gang »on einanber abmeicbenben Sßegen ju■einerlei lobeniwürbigen 3"len eilen. Sludj tft ÜKandjer burcf>mancherlei Ukranlaffungen »orftdbttger getoorben ; er warb üiefrleicht fd)on oft turd) ebrltdte ffftienen getäufebt. (Ein Slnberer iftfebon »on Statur fälter unb bebadjtfamer ; ein Slnberer bemerft»ielleicbt neben unferm guten 2BiUen eine ihm nicht gweefmaßigfdjeinenbe 5Babl bei SDtitteli, woburch wir bai©ute ju betoirfetthoffen ; wieber -ein 2lnberer, m'elletcht bureb wibrtge ©d?tcffaledngftltcber getoorben , bilbet ftd) ein, Jpinberniffe ju feben , btetuelleicbt nicht fo leicht überfliegen werben fönnten, ober feittgeübter ©d) arfbltcf erfennt in ber &bat bergleicben beffer, aliwir. 9tocb ein 2lnberer fann uni fcbäfjen, aber bennoeb weberbai, wai wir geleiftet haben, noch wai wir leiften wollen, fo»orjüglidj ftnben, ali wir, oon unsrer (Eigenliebe »erführt,glauben, baß ei fei. Slßein fein 3 ftl ‘tg e f“bl »erbtnbert t'bn, bieSmit Cffenbeü uni ju fagen ; er will uni nicht fränfen, unb wirbeurteilen feine .fialtftnmgfett falfcb, wenn wir fie fogletdj fürSBirfung etnei netbifeben, unreinen ©emütbei ober einer flein*lieben ©enfart butten.