5 af}fr in ihren $anblimgen folgcrcd^t, unb fönnen ei fein; öiefehingegen leben mit ihren £fcatert unb ©runbfogen im ewigenSBtberfpruch, gleisten fleh feinen Sing, unb fönnen ei nichtanberl.
©o tief ift an mannen Orten bie SOtenfchbfit »erberbt, baßjle bie Klugheit bei Sebeni nur in einem ©ewebe »on Fünfen,Betrügereien, Umtrieben, Jpeuchflcien unb freunblic^en Boi#beiten erbluft, unb bie Berrätberei, welche fte fclbfl mit lauterStimme »erflucht, ju einer Slrt »on Jfunft erhöbt. Unb wofürbiefe Slbfcheulicfefeiten alle, welche ben reinen ©enuß jeherg-reube, allen Jrieben bei ©emüibi, bai gefammte eigenegeben »ergiften ? — Um einem ©roßen ftch gefällig $u machen;ober um Slnbere in feiner ©unft ju jtürjcn; ober ein 5fmt juerfrieren, ju welchem -eigenci Berbienff feine Berechtigungunb Jpoffnung gibt; ober um ein Stütf ©elbei ju erbeutenober trgenb eine anbere Huijeichnung. ©a lächeln ft<h erflärte©egner mit faßlicher Jpöflidbfeit an, unb umfchlcichen einanberfchmeicbelnb in fchlangenbafter ©efchmeibigfeit; ba ferneren (Teeinanber Siebe unb STreue, ohne baß weber ber, welcher benSchwur gibt, «och ber, welcher i'b« empfängt, baran glaubt;ba lauert unb belaufcht man ftd) in Sorten, Blicfen unb©eberben, um eine fchwachc Seite, ein ©cbeimniß $u erfpäben;ba man, einanber gegenüber, Besprechungen unb
gleiincrifche Siebfofungen, um fwh gegenfeitig offenherzig jumachen, bamit man enblich Berrätber werben fönne, fobalbman auietnanber gebt, ©er beißt ber ©ewanbtefte, ber .ßlüaftr,welcher in feiner wahren ©enfart ber Unburd&brtnglichfle, infchlauen Badbffellungen ber Bcbarrlidjfle, in Ueberltflungen ber©lücflicbfle ift. Sehe, welch eine Sebeneflugbeit! — Sie gibtuni ein ©emälbe ber Jpölle,
O, ei lebt noch mancher 3mbal, ber bai Sltterbetligjfe umbrtißig Silberlinge perfaufen fann ! @i wirb noch mancher3ubaifuß oon ben Sippen ber ^alfchhnt gefußt !
©u baft biefen ßuß gefußt, SEreulofer, ber bu in langerBertraulichfett mit einem greunbe leben, bann aui (Jigennufjunb Selbftfucht gegen ihn erfalten, besehen fonntefl, feiner