88
ifl; jene8 ungulängtiche JpilfSmittcI unwürbiger SSlenfcfen, jener33etrug ber 2Belt, worin man fidj guleljt am fchmerglicbflenbetrügt, ülugheit im Sieben heißt Schonung in feinen Urteilenbeweifen, wo ©ehoming feinen Slachtheil fliftet; ißorfieht bt«weifen, wo burd) unüberlegte ©efchwcitjigfeit Unheil erwähfl;mit 3* , tcfmäßigfett reben, um burch feine Sßorte SRu^en berSRenfdjen gu beförbern, ober Slachtheil gu oer hüten. Oefternoch befiehl bie wahre .Klugheit im Sieben in ber Äunft, gu«echter 3 f, l S u fchw eigen.
@o fefr Offenheit unb SBahrhaftigfeit bcn Gfrt'fien giert,mb baö Vertrauen ber SDtenfchen, ber guten wie ber fcfledüen,fejfelt, eben fo fcfrecft übertriebener SBafr^eit^eifer, ©Jangeiöer 33?rfd?wirgenbeit, leicftjtnnige ©efcfwäljigfeit gurücF. Gr$ifl Me 2ßaf)rfcit ein unoerfeijbarei -ipetligthum; überall foll ftegefprodjen w.-rben, wo t'hre ©rfcfeinung notfwenbig ift. 3-lber«n ihre ©teile foll bai ©Zweigen treten, wo burch fte einlinglücf unb Slachtheil entfielen, bie Sluj>e »on Jömilten unb35ölfern »erloren gefen würbe. S3efonnenheit im Sieben fuhrtgur SEugenb ber Ißerfdjwiegen^eit, wo Schweigen feilfamer albtai SBort ifl,
2 Bai in jeber Sage beö Sebent gu tf>un fei, lefjrt unb halbunfer eigenes, rührig e$ ©efüfl, unb bie (Erfahrung erbost«nfere Klugheit. 2ludj ift e$ bem SDtenfchen ungleich leichter,flag gu hanbeln, al$ weife unb ebel. 3ene3 gu werben, gwingtuni täglich bie SEelt; weife unb ebel gu fein, bagu nötigt unistur unfer eigenes Jperg unb ber ©lief auf ®ott unb bie (Jwigfeit.Slber ber Sßeifefte ifl nur berjenige, beffen Klugheit bie frudjt«hringenbfte ifl,
©och 28ei$hfit unb Klugheit, beibe erwetfe ich nur burchSöefonnenhctt im Sieben, ©itfe foll bah«r jebeb C5f>riflen(alltägliche Bemühung fein, Sluch Söorte finb 5£l?aten, bie®ott richtet; barum fei unfere Siebe nur, wa$ nüglid) ifl,gur SScfferung wirft, ba ei noth thut, unb baß eS ^olöfrlig feigu h^en. (Qrpbef 4, 29.)
SEenn SDtenfdjenliebe unb Slufrichtigfeit bie ®runbgügeunferer ©enfart jtnb, bann ifl jene 23rfounmheit weber müh 5