©mb wir in unfernt Sßolmort »erfolgt unb bebrängt: mirftnbett bod) wenigfteni eine ©eele, tote mitleibig unfern Kummer*beilt, wenigfteni eine ©ruft, an welcher wir uni fatt weinenfönnen. — 2lbtr ber unglücflicbe grembling, wer nimmt an feinem©d?ivffal £f>eit, »er beffagt ihn, wer tieftet i$n? Sieb, bt’e eilönnten, bie ei wollten, ftnb weit »on ihm bureb Sänbcr unb©trome gefebieben! — ©o laßt uni nun feiner greunbe, feiner©cbweftern, feiner ©rüber, feiner grauen keltern ©teile »er#treten. ©r ift um fo unglürflidfer, weil er »erlaffen unb frembIR; um fo näher ift ißm jebei weidjgefcbaffene iperg »erwanbt.
Saßt uni ben guten unb nügltcben grembling,ber nnfer Mitbürger warb, ber unfere £eimath gubet feinigen machte, bureb unfere Siebe ein ncuci,befferei ©aterlanb in unferer SOtitte finben.
©i ift fein törichterer ©to!g, alö berjenige, welcher infdfwadben ©emüthern b«rrfd)t, unb auf ber b»b^n ©inbilbungberuht, länger mit feiner gamilie in einer ©tabt, in einem Dorfegewohnt, unb feit längerer 3 e ‘‘* bai Stecht ber ©ürgerfdjaft'genoffen gu haben, als ein Slnberer. — Denn nicht auf bas,»ai Slnbere »or uni waren unb genoffen, fonbern auf baö,wai wir ®utei unb 9tüj}lid)cd felbfi thaten, bürfen wir eineniSJerth fegen, wenn wir gur @efcllfd)aft »erniinftiger SBefengegärt werben wollen.
Der g-rembltng, fobalb er bie ©ebingungen erfüllt bat^welche baS ®efeg wegen feiner Stieberlaffung in unferer Jpeimath»orfdjreibt, ift Unfersgletcben. ©r hört auf, grrembling gu fein.Mt hat feine anbere cipeimath mehr, ali bie unfrige. ©r theiltmb trägt mit uni bie gleichen öffentlichen Saften; er naht ftd)mit uni ®ott am gleichen SUtare; fein ©taub fcblummcrt einftneben bem unfrigen bem großen Sluferftehungitage entgegen.
Um fo mehr alfo bai SSorurtheil wiber bie Stuhe unb 3«'friebenheit bei gremblingi ftreitet, um fo ^eiliger ift jtbent.9tcd)tfcbaffenen, jebern wahren ©haften bie Pflicht, ihn guid)ügcn, ihm ben Kummer gu »erfaßen, welchen bie Jfreblojtgfeit,ber Steib, bie alberne ©inbiloung fd)(ed)ter ober »erblcnbeterSÖfenfcbcn ihm »rrurfacbm, — ©et bu fein greunfl, wenn ?lnbere