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4 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
67
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unb Stßbelfudjt gegen ihre Sorte unb Srrfe. ©a$ pöbelhafteSBorurtheil übt feine Rechte au$ über unfere ©rflnnung. 9)tanfchüttelt ben j?opf, man lächelt, fobalb bie Sftcbe »on einemfjuben tjt bei ben @hriften, ober bei ben 3uben »on einemßfyriften. ©er ^at^olif befdjränft gern ba$ Sob, wenn ei ib»nein lofcentSwerther fProteftant abgwingt; unb biefer ift wiederungerecht genug, ein Jperj minber ju ehren, weil ei in btr93rujt eined frommen 53efenner6 ber römtfd}*fatbolifdjen Jtirdjefdblagt.

SSiir fennen ei nidfjt läugtten, »on biefer ^arfetlichfeit findwohl wenige Stenfchen frei* 5(ber ift barum bie ©djwäche unbUngerechtigkeit weniger ©djwäche unb Ungrrecbtigfeit, weilihrer SSiele finb, bie fte haben? ©ehören wir barum nidd gum^Pobel, wenn wir gwar beffen SSoruriheile, aber md)t beffenüleio tragen? 9Jtüffen wir nid)t »or bem allwiffenben ©oft,»or unfern SJlitbürgern, »or und felbft fchamroth werben, wennwir bar an benfen, aut* wie trüben Duellen oft unfer Urthalfließt, wie parteiisch wir richten, währenb wir und bad 5ln#fehen weifer, wohlwollenbcr unb fchr »erftänbiger Seute gebenmöd)ten ?

33alo ift ei ©itelfeit unb eingebilbeted SBefen, halb miß#günftiger 33erbruß, ber und parteilich macht; balo greunbfehaff,bäte heimlicher Jpaß. ^mrv.er ift ei unfere ©dbftfud)t, bie und»erfuhrt, t)ier gu preifen, bort gu fdielten, fogar ba, wo wiruni (teilen, recht unparteiifch gewefen gu fein, ©chon einebunfi'e Erinnerung, baß ©er ober ©iefer gu ©enen gehöre, biehie unb ba nicht mit unfern Meinungen übereingeftimmt haben,fann und gegen ihn, gegen feinen 93erftanb ober gegen feinIperg ungerecht rnadjen. Ser wäre wohl im ©tanbe, alle biegeheimen Urfadjen gu bemerken ober htrjujahlen, bie ihrenEinfluß auf unfer ©machten äußern? Sie manchmal finb wirnur blinbe 9tad)beter »on Slnbcrn! Sie mandjmat loben obertabeU wir bloß bedwegen, weil »or und ein Slnberer, unb»ielleicht nicht aud ben reinjten 3lhftd)tcn, fprad), btr aber »iclbei unb gilt, unb bem wir gleichgufommen glauben, wenn wirihm nadjbeten! Sie mandjmal »erblenbete und fdjon bad