fucht ber ßßtängel unb ©djwächen bei beraten ©egenßanbe«,ober in ©rbtchtung non ©ebrecben J>effet6ttt.
©« gibt wenige Saßer, bie Don ber 2D?enfd)bctt fo allgemeinmit Slbfdjeu belegt werben, al« SSerleumbung unb Sfleib; fteführen $ur tiefßen ßlieterträdßtgfeit binab, unb erregen, wo mant‘bre (Spuren wabrmwmt, ßfcl in ebeln unb uncbeln ©emütbern.Unb babtn ful;rt $ule§t bie Neigung, SInberer SBorjüge etwa« juoerfletnern. 2Ber ft d) tn ®efeßfd?aften gern erlaubt, ben 2Benf>flnberer, ober bodj ba« günßige Urtbetl bar über, berabjufcfcen,bat bte »olle Einlage jum Sßerleumber, aud) wenn er baju gegen#wäritg ntd}t bte geringße Steigung in ßch Derfpürte, unb vonSrtatur fanftmütbtg unb bulbfam wäre, ©te ^JSer^ältntfJe be«Sßlenfchen änbern oft, unb man wirb leidß unter anbern Um#ßänben ein Slnberer. Stübme btd) ntdß, baß bu bi« je£t nod)Don jenen traurigen Saßern frei bleib eß; aber frage bicb, »arßbu aud? immer non ber 33egterbe ganj frei, an 2lnbern gerühmte©igenfd?aften ju oerringern ? Unb wenn bu bid? be« fehler«bin unb wieber fdjulbtg weißt, fo unterfudje, ob bu ni<bt auchfcbon, wenn gleich nur oorübergebenbe, Slnwanblungen Don 3fatbbatteji, ober ein ©elüß, bie Rebler unb Schwachen trgenb einer^crfon ju oergroßem.
2äd?erlid?er, aber juweilen nid?t mtnber fdjrecfüd? in benfolgen, al« bte bolbafte 53erleumbung, iß ein Saßer anbererSlrt, welche« ßd? gern ber oerßecften Stubmrebigfeit jujugefellenDßegt. @« iß bte« ber ©tolj, ba« beißt/ bie überfpanrtte20?einung, weldbe ber SJlenfd) Don feinen eigenen SSorjügen bat;eine SJletnung, welche er noch weniger burd? 2Borte, al« burch©eberben unb Jpanblungen an ben 5£ag legt.
©er Stolj tß fo mannigfaltig, al« bie ©enfart ber üßenfdtenftlbß, unb b«t fo Diele Slbßufungen, al« jebe« anbere Saßer.tfber in bem Ipange, bie gefragten ©tgenfd? aßen be« HJittmenfcbenp Derfteinern, liegt ber Äeim jur übertriebenen £od?fd?äljungfeine« eigenen SEBertbe«. ©rjtebung unb Umßänbe tbun ba«Ucbrt'ge, tbeil« welchen ©rab ber ©tolj erreicht, tbeil« weldjc?lrt be« ipochmutb« bie berrfdjenbe werben fann.