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4 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
15
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«Berührung fomrnt, ifl mein ©ruber, meine ©djwffer, meinfftäcbfler.

©o tfl ei auch feer ©efenner einer anbern Religion, jte heife,wie fte mode. 34 mag immerhin glauben, meine Religion feiheiliger, befeligenber, ali bi'e feinige; er mag immerhin meinelleberjeugung »era4ien. 5lber er ifl mein 9?ä4fler; unb beugöttlichen Urfprung meinet ©laubeni bemeife id) ifym baburch,baff id), feiner ttmviffenheit unb feinet Jpaffei ungeachtet, ihnali ein Jlt'nb ®ottei eh«, unb mit berjentgen Siebe timt begegne,welch* ©oft gegen alle SUlenfcfyen äufert, unb ber göttliche 3*f«34S^riflu6 mich $ w empftnben gelehrt hat*

©o ifl ei auch nicht nur jjeber meiner Mitbürger, fonbernfelbfl ber Jeinb meinei ©aterlanbei. bin id) verpflichtet,

auf alle SBeife bt'e ^Rtd)U meinei ©aterlanbei gegen frembeUnfälle ju vertheibtgen, unb nicht ju geflatten, baff burch feinb#felige 2ßuth bt'e Sh re meiner ©brigfeit, ©crfaffung meinei©aterlanbei, Seben unb St'genthum meiner SDJitbürger »er?

»lichtet merbe; aber ©armherjigfett jode ich bem übertvunbenenfjfeinb, dttitleib bem Snttvajfneten. 34 forge bafür, t'hn umf4äbli<h ju machen; tfl biei gelungen, habe ich 4 n nur noch julieben. 34 habe |tetltge pflichten für bie Rechte meines©olfei; aber bann aud) eben fo heilige gegen bie SKenfchhett,felbfl im geinbe meinei ©olfei. Sr ifl mein Sftächfter; id) fodihm helfen unb btenen, wo ei ohne Verlegung höherer Pflichtengefchehen fann,

©o ifli audh nidht nur mein ©lutiverwanbter, fonbernauch jeber dtebenbuhler meiner 533ünf4e, jeber ©egner meinerFamilie, mein erbittertfler, eigener Sßiberfacher, melier »oder©chabenfreube jebe ©clegenheit auffucft, mich $u fränfen. 34|abe jtvar bie Pflicht, meine unb ber Sßletntgen SRedjte gegenfrembe ©erle^ung in @i4erbeit ju flellen, aber fein ©efugnif,3ta4* ju üben; jtvar bie fPflidjt, @4nben jeber 3lrt von mir«bjutuehren, aber nie baff ©efugnif, ©4«ben jujufügen. 9lu4meinen gfeinb foll i4 ali meinen 9lä4flen lieben. Sbrtflui ge#fceuti! 34 höre auf, ein Shrifl ju fein, wenn i4 ben Sßeifungenmeinei göttli4en Sehreri ni4t na4wanble.