128 —
eines, der ihn besitzt, und der uns dannhelfen kann, wenn alles fehlt. Da esnun so viele Leiden in der Welt gibt,denen mit Muth entgegen zu gehen, keinmenschliches Wesen einem SchwachenKraft genug geben kann, so ist die Reli-gion vortrefflich. Sie ist eigentlich dieKunst, sich durch den Gedanken an Gott,ohne andere weitere Mittel, Trost undMuth im Leiden zu verschaffen, und Kraftdemselben entgegen zu arbeiten. Ich habeMenschen gekannt, denen ihr Glück ihrGott war. Sie glaubten an ein Glück,und der Glaube gab ihnen Muth. Muthgab ihnen Glück, und Glück Muth. Esist ein großer Verlust für den Menschen,wenn er die Ucbcrzengung von einemweisen, die Welt lenkenden Wesen ver-loren hat. Ich glaube, es ist dieses einenothwendige Folge alles Studiums der
i