Druckschrift 
5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
452
Einzelbild herunterladen
 

452

Des Göttlichen Triumph.

Am Ostcrtage.

Matth. 28, itis.

Lief im Abgrund erklangDer Himmels froher Siegcssang/

Der Jubel aller Söhne Gottes;

Wo sind die falschen Götter nun?

Des Todes Schrecken? Sie alle ruh'n lLS ruht das Jauchzen ihres Spottes.

So schwiegen/ so verzagten nieDer Hölle Fürsten/ die Empörer.'

Das Göttliche erlieget nie/

ES sieget über die Zerstörer.

Flamme höher empor/

Anbetung! Er/ er geht hervorAus seines Grabes Finsternissen.

Er stieg zum Staub hinab/

Zu heiligen seiner Erretteten Grab.

Nun hat er die Fesseln des Todes zerrissen!Verberget immerhin der Auferstehung Saat/

Ihr Gröber/ wo die Engel schweben.

Was göttlich ist/ was Gott gcweihct hat/

Geht siegreich überall ins Leben!

Zuweilen, wenn ich das schöne Leben Jesu bei mir im Stillenübersinne, frage ich mich selbst: Aber war es möglich, daßnicht alle Welt diesen Himmlischen liebte, dessen Herz nur derzärtlichsten Liebe voll war? Warum verfolgten ihn denn seineZeitgenossen, da selbst Richter bebten, ihn zu verdammen, denUnschuldigen? Was that er denn Böses? Er lehrte Eintracht,Freundschaft und Selbstaufopferung für den göttlichen Willen,das heißt, für die Tugend; er lebte in unaussprechlicher Demuthund beneidete keinen Großen, brach keinem bürgerlichen Gesetzeden Gehorsam; er ging fast freudenlos durch eine Welt, dieihn bis zum letzten Augenblick verkannte, und theiltc Freudenaus, heilte Kranke, tröstete die Leidenden aller Art, und stelltedas verlorne Glück mancher Familie wieder her.

Wie war es auch möglich, daß man ihn, der so einfach undwahrhaft gewesen, verkennen mochte? Was hatte er eigentlich

dick,« Ki«r dklsÄiWM«!

WM, dm

Mi li!MÄMkedckdinii

Dmc nch

ka