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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
434
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Engel jauchzten bei Deiner Geburt: Ehre sei Gott irrder Höhe, und Friede auf Erden! Den Himmlischenwar die Zukunft der Welt aufgethan; sie freuten sich über dasGlück der Erdbewohner unter allen Himmelsstrichen, in allenachfolgenden Jahrtausende. Sie erkannten, was dem blödenAuge der Sterblichen verborgen war, daß Du sie durch Deinheiliges und beseligendes Wort zum himmlischen Vater zurück-führen würdest; sie sahen die Ungeheuern Verwandlungen vor-aus, welche der Glaube an Dich unter allen Völkern der WeltHervorbringen würde; sie sahen die Millionen seliger Herzen,welche, durch Dich über alle Leiden des Lebens erhaben, demHimmel entgegenschlagen sollten; sie zählten die Millionen DeinerJünger und Nachfolger, deren Todesstunde durch Deinen Todleichter werden sollte.

So sprach es der Mund der Weissagung, daZachariasDich rief, ehe Du das Licht der Welt, als Mensch, erblickthattest. Du bist und warst der Ausgang aus der Höhe, dasgöttliche Licht, welches erscheinen sollte denen, die da sitzen irrFinsterniß des Geistes und im Schatten des Todes; der da,richten sollte durch die bessern Anweisungen und Lehren unsereFüße auf den Weg des Friedens. (Ev. Luk. 1, 79.)

Geboren im Schoose der Armuth, o Du, vor dem die?Könige der Erde anbetend ihr Angesicht in den Staub nieder-beugen , zeigte Dein erstes Erscheinen schon der Welt, daß vor?Gott im Himmel kein Ansehen der Person gilt; daß der Höchsteund Niederste auf Erden Gort gleich lieb sei; daß keine Wiegeden Menschen edler oder besser mache, und ihm Vorzüge gebevor andern Menschen. Die dürftige Krippe eines Stalls, oAnbetungswürdiger, war Dein erstes Bett, von welchem Dudie entzückte Mutter anlächeltest. Wie sehr muß ich bei dieserErinnerung über meine eigene Eitelkeit erröthen ! Wie oft habeich den Armen in meiner Thorheit gering geschätzt, weil er nichtso wohl bekleidet war, als ich, und sich keiner so guten Wohnungrühmen konnte, wie ich. Aeußere Pracht ist doch zuletzt nurStaub, der dahinfällt. Die Menschen sind alle Brüder vorGott; und der Demiithiaste, der Leutseligste, der Gemeinnützigst«: