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dir wieder genommen; aber er gab dir auf Erden nichts fürimmer, als seine Liebe und die Hoffnung der Ewigkeit. AllesAndere schwindet an dir vorüber, wie ein Traum. Es erscheintund schwindet vor dir hinweg zur Ewigkeit. Nicht hier, sonderndort sollen deine Schätze gesammelt sein. Nicht hier, sonderndort sollst du genießen! Hier ist nur deines Daseins Frühlingsdort drüben erst dein Aerndtefest. Hier streuest du nur dietheuern Saaten aus, dort blühen sic dir verklärt entgegen.
Ja, ihr geliebten Tobten, ihr theuern Seelen, ihr werdetnicht immerdar von mir geschieden. Die ewige Liebe, welcheuns auf diesem Erdenstern zusammenführte, zerreißt den Bundder Herzen nicht auf ewig, den sie selbst geknüpft hat. DieEwigkeit gleicht einem großen Freudenmahl; uns Alle hat derVater des Weltalls dazu eingeladen! Er ruft einen meinerFreunde früher dahin, als mich: sollte ich darum weinen? —sollte ich darum untröstlich sein? — sollte ich darum an seinerLiebe verrweifeln, oder nfguben, er wolle mich strafen? Nein^
auch mich wird er einst Hinüberrufen. — Seid denn selig dort,,ihr Seligen, durch Gottes Liebe; auch ich werde einst wiedermit euch selig sein in Gott. Ich will euer Andenken ehren,und durch unbegrenztes Vertrauen auf die himmlische Vaterhuldund durch tugendhaften Wandel mich vorbereiten, würdig einssin eurer Mitte zu erscheinen.
Ich will das Andenken meiner geliebten Tobten ehren; ickwill cs ehren durch meine feste Zuversicht auf Jesu Wort undGottes Huld. Darum will ich nicht mehr verzagten Herzenssein, will nicht mehr durch Schwermuth mich und Anderequälen. Denn ich bin der Liebe des Allliebenden und des Wieder-sehens meiner mir Vorangegangenen gewiß. Mit Freudigkeitsieht mein Glaube empor, und unter meinen Thränen lächeltdie Hoffnung. Ich will, wie Jesus, menschenfreundlich aufErden beglücken, so lange ich noch auf Erden wandele, willden Gram überwinden, und nicht aus Zärtlichkeit für die Todtmdie Pflichten der Zärtlichkeit gegen Lebende vergessen. Ich willsie nicht verschmähen, die göttlichen Gaben, welche mir gewährtsind, um eia frohes Dasein zu haben; denn nur ein unbefangenes.