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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
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Ruhe, schon nach einigen Wochen Kälte ein. Die Gewohnheitmacht gleichgültiger. Man findet an den Rosen auch endlich ihreDornen; an der Lust hängt ein Schmerz, an dem Licht einSchatten. Man fängt neue Wünsche an, macht sich neue Aus-sichten, bald auch neue Sorgen. Neues Gut hat neue Furchlundneue Angst gebracht. Es ist hier keine Ruhe vorhanden.

In der Welt habt ihr Angst. Denn die Welt ist dasIrdische, mit dem der Geist nichts gemein haben kann. Er istanderer Natur. Vergebens sucht er in ihr seinen Trost, sein Glück.Er findet es nie. Daher seine Angst. Er sehnt sich nach einembessern Loos; diese Sehnsucht bleibt ihm, bis er aus der Welt,geht. Er kann sie nicht stillen, so lange er nur in die Weltniederblickt, und nicht über sich emporblickt in das Göttliche,wo seine eigentliche Heimath ist. Er kann sie nicht stillen, solange er sich nicht selbst erkennt, und sich mehr für Thier alsGeist hält. Er kann sie nicht stillen, so lange er in dem, wasdie Welt geben kann, seine höchste Zufriedenheit sucht: denn siewohnt nicht in derselben. Sie wohnr nicht für den Ehrbegierigenin der größten Ehre; für den Wollüstling nicht im erlangtenseiner unreinen Begierden; für den Schwelger nicht in der Füllevon Pracht und Speisen und Getränken; für den Hablustigen nichtim reichsten Geldgewinn. Denn wenn nun Jeder hat, wonacher strebte, wofür er die Ruhe seiner Stunden aufopferte, sofindet er höchstens eine augenblickliche Sättigungseines irdischen, thierischen Gelüstes, aber kein Glück, keinenStillstand seiner Wünsche; sondern aus dem, was er gewonnen,entwickelt sich neue Unruhe, neues Begehren, neues Aengstigcn.Je weiter er sich in dieser falschen Laufbahn von dem wahren Zieldes Geistes, von Allem, was göttlich ist, entfernt und verliert, dasheißt, je mehr er die Stillung seiner Wünsche durch Unrecht befrie-digen muß, je größer wird seine Angst. Frieden findet er nicht.

Darum sagt Jesus, der Kenner des Lebens, der himmlischeUeberbringer des wahren Glückes: In der Welt habt ihr Angst.

Aber, spricht er auch, seid getrost, ich habe dieWelt überwunden. Er hat sie überwunden, indem er dasTrostlose in allem Irdischen und Sündlichen mit dem Licht