Druckschrift 
5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
283
Einzelbild herunterladen
 

283

30.

Dankbarkeit gegen Lehrer.

t. Thess. s, 12.

Das Amt der Lehrer/ Herr/ ist Dein:

Dein soll auch Dank und Ehre sei»/

Daß Du den Deinen/ die Du liebst/

Noch immer treue Lehrer gibst.

Gesegnet sei des Lehrers Stand!

Er pflanzet/ Herr/ von Dir gesandt/

Von Zeit auf Zeit Dein heilig Wort/ttnd Licht mit ihm und Tugend fort.

Wie freut ein guter Lehrer sich/

Wenn er/ erleuchtet selbst durch Dich/

Den Jüngern Jesu gleichgesinnt/

Viel Seelen für Dein Reich gewinnt!

Fern sei von uns der Frevel/ Gott/

Durch Undank ihn/ durch schnöden SpottZu kränken/ daß er/ was er thut/

Mit seufzervollem Herzen thut.

Nein/ Gott / wir wollen ihn erfreu'«/

Mit Kindeslieb' ihm eigen sein;

Dereinst/ o Herr/ vor Deinem ThronStrahlt ihm der Ewigkeiten Lohn.

Oür viele Menschen gibt cs keine schwerere Tugend, als wennsie für irgend ein Gutes, das sie aus der Hand des freundlichenNächsten empfangen haben, erkenntlich sein sollen. Sie mögenzwar Liebesdienste, Unterstützungen, Hilfe, Beistand, freudigeUeberraschung empfangen, aber das Gute mit dem Guten zuvergelten, ist ihnen schwer. Sie mögen sich nie gern daranerinnern oder erinnern lassen.

Bei Vielen ist daran nicht sowohl das Unvermögen und dieArmuth Schuld, die sic hindert, ihre Erkenntlichkeit an denTag zu legen, als vielmehr ihr Stolz, ihre falsche Vorstellungvon Unabhängigkeit und Freiheit.

Ja, cs sind nicht wenig Personen, welche lieber gar keineFreundschaftsdienste empfangen mögen, um nur in ihrem Lebenkeinem Menschen verpflichtet zu sein; nicht aus - Lieblosigkeitoder Hartherzigkeit, sondern aus übertriebener Sucht nach Um