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Es ist eine Vorsehung, es ist ein Gericht, es herrscht überund unter den Sternen das dunkle Schwert der Vergeltung!Wehe dir, wenn auch deine Nachkommen dich einst verspotten,wehe dir, wenn dich deine Kinder einst verstoßen sollten! Wehedir, wenn einst deine Arme altersschwach sich nach einer Stützesehnen, und du sie vergebens in die Einöde der Welt hinaus-streckst; wenn einst am Krankenbette keine freundliche Tochterdich pflegt, kein dankbarer Sohn für dich betet! — Du bist nichtwürdig des hohen Genusses der Aelternfrcude, da du deinenAeltern diese Freude nicht gewährtest und ihnen nur Jammergeboten hast.
Hinweg, o meine Seele, von diesen schrecklichen Bildern!Wie tief betrüben sie mich! Es ist schon beruhigend, zu wissen,daß Undankbarkeit der Kinder gegen Aeltern nur eins der seltenemLaster ist, und daß diejenigen, welche sich damit beflecken,schändliche Ausnahmen des menschlichen Geschlechts sind, so vielEmpfindsamkeit, Verstand, Tugendsinn oder wohl gar Religionsie auch immerhin heucheln mögen.
„Ihr Kinder, seid gehorsam euer» Aeltern indem Herrn, denn das ist billig!" spricht die heilige Schrift.„Ehre Vater und Mutter; das ist das erste Gebot,das Verheißung hat, auf daß dir's wohl gehe, unddu lange lebest auf Erden!" (Ephcs. 6, 1 — 3.)
Verehre deine Aeltern, und gehorche ihnen in deiner Jugend,denn sie stehen bei dir an Gottes Statt. Sie gaben dir dasLeben; sie gaben dir Nahrung und Freude, da du ihnen nochnichts geben konntest, als Sorge und Angst. Sie wachten fürdein zeitliches Wohl, für deine Gesundheit, für deine Ehre.Sie wachten für die Güte deines Herzens, und bildeten schondich für die Ewigkeit, da du noch kaum das irdische Leben rechtkanntest. Gehorche ihnen; ihr Wille sei der deinige. In unsererLiebe zu Vater und Mutter übet und entwickelt sie auch unsereLiebe zu Gott. Die Liebe zu den Aeltern ist die erste Religiondes Kindes; aus dieser Liebe quellen, oder mit ihr verbindensich nachher alle übrigen Tugenden des Menschen. Wer seinenVater von Herzen ehrt, wer seine Mutter von Herzen liebt,
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