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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
Entstehung
Seite
17
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Inzwischen ist im Ganzen die Zahl dieser Hoffnungslosenund Entarteten, die weder die Freuden ihres Geschlechts, nochihres Vaterlandes sein können, wohl die kleinere. Größer istdie Menae derer, welche, ohne sich weder im Schändlichenfurchtbar, noch im Rühmlichen glänzend auszuzeichnen, in derWeise ihrer Väter einhergeht! Viele aber sind auch unter denJünglingen der Edeln, welche sich durch Gemüthskraft, Ernstin Geschäften, Einfalt in Sitten über den gemeinen Haufenemporschwingen, um Wohlstand über ihr Haus, Ruhm überdas Haupt ihrer Aeltern, Segen über ihr Vaterland zu ver-breiten.

Jüngling, wer du auch sein magst, dem diese Zeilen indie Hand fallen glaubst du an die Gewalt einer wunderbarherrschenden Vorsehung über uns? Diese Vorsehung und keinZufall warf dir dies Blatt in die Hand. Wirf es nicht von dir!Es enthält ein Wort, das über die Glückseligkeit deines Lebensentscheiden kann. Es spricht dies Wort ein Mann zu dir, dereinst Jüngling war, und alle Vorzüge, alle Unannehmlichkeitendeines Standes empfand! Nein, nicht ein Mensch spricht zudir denn er ist ein Werkzeug der Gottheit, die Gottheitredet zu deinem Geiste; die Gottheit, deren Geschöpf du bist,und deren richtender Blick über dir schwebt!

Es ist hier die Sprache von dir, von deiner Zukunft, vondeinem unfehlbaren Glücke, von deinem unfehlbaren Verderben,von den wichtigsten Angelegenheiten deines Gemüths> unddies Alles eingeschlossen in dem einzigen Worte: Religion!

Dies Wort ist dir nicht fremd, nicht der Gedanke an Gottund Ewigkeit, nicht die ernsten Erinnerungen an das Loos deinerSeele, worüber dich oft schon im Stillen unruhige Zweifelbeschlichen. Dein Herz schlägt lauter unter diesen Erinnerungen,als dein Mund es gestehen mag.

Fürchte nicht, daß dies Wort, welches ich dir in die Seelerufe, Einleitung werde zu finstern Ermahnungen, den Freudeneines jugendlichen Alters zu entsagen, deine Natur zu verändern,ängstlich, bedächtlich, kalt zu werden, wie der Greis. Nein, dieReligion zürnt deinen Freuden nicht, so lange sie weder dich