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Eigendünkel, und Stolz eben so vogelfrei ist, als Irrthum mitBescheidenheit sanfte Zurechtweisung verdient. Auf seine undseiner Compagnie Tadel bin ich stolz, denn ich weiß, es istschlechterdings unmöglich, dem eigentlichen Mann von Geschmackzu gefallen, so lange man den Leuten gefällt, die sich (Museum,März 1778) unterstanden, den Pope einen Klatscher zu nennen,sie, wovon ein ganzer Congrcß nicht im Stande wäre, mit ver-einter Kraft, eine einzige popische Epistel hervorzubringen, janicht zehn Zeilen einer solchen Epistel. Ich bin überzeugt, dieganze vereinte Kraft würde in einer Bravour-Ode und in einemSturm am Berge schwer und dumpfig verdonnern,oder an Libanons hoher Ceder verrauschen, oder im sanf-ten Silbergewölke dahin schweben. Ohne Klang und Ge-sang. Solche Bilder sind Buchdruckerstöcke. Ich sollte den-ken, solche Oden, deren Quell eigentlich die Backen und Nase-löcher sind, müßte man Herauswürfeln können, so wie Mar-purg') die Menuette. Hier hat also Hr. Boß, der streit-bare Mann, wieder eine vielleicht erwünschte Gelegenheit, sichum eine Staffel herunter zu schreiben. Ich werde ihm nie ernst-lich antworten, ich wollte lieber-o, ich weiß nicht, was
ich lieber thun wollte-o ich wollte fast lieber Hr. Jä-
sus schreiben. Aber das will ich thun, wenn es mir zu nahgelegt wird, ich will hingehen und reeta den Mond verklagen.
') Friedrich Wilhelm Marpurg, geb. 1718, gest. 1793.