Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
207
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hicr so viel Talent anbringen und Wcltkenntniß zeigen als ernur immer hat, und wäre es auch noch so viel. Ich habe esnie gelesen, sondern nur ein einziges Mal aufführen sehen, habees auch jetzt nicht bei der Hand. Ich gebe also nur kurz dieRolle des Don Leon aus dem Gedächtnisse. Eine vornehmeDame will, zum Deckel ihrer Liebeshändcl mit einem Grafen,einen schlechten einfältigen Menschen heirathen, den sie hernach,was das Schlechte betrifft, schon standesmäßig zu heben gedenkt,allein klüger will sie ihn nicht machen. Dieses steckt die Schwe-ster des Don Leon ihrem Bruder, als eine vortreffliche Gelegen-heit, die reiche Dame zu erwischen; er gibt sich also unter vie-len Andern auch bei ihr an, und zwar unter der Maske einesunerfahrnen dienstlosen Bedienten. Er erscheint vor der Dame,die ihre Freundinnen bei sich hat, welche mit erkennen helfensollen. Seine Präsentation ist kümmerlich, mit einem langenStocke, demüthigem Rücken, und einer Blödigkeit, die überAlles geht. Wie er die Damen ansichtig wird, fällt ihm derHut, und indem gerettet werden soll, der Stock; auf einemgewirten Fußboden wäre er wohl selbst hinten drein gefalle»,

Theater) wurde unter dem Titel: der beste Mann 1774 inHamburg gegeben. Im Jahre 1784 gab Fricdr. Ludwig Schrö-der (geb. 1744, gest. 1816) seine Bearbeitung, das Lustspiel:Stille Wasser sind tief, in Wien. S. dessen dramatischeWerke, herausgegeben von Eduard von Bülow, mit einerEinleitung von Ludw. Tieck, (geb. 1773) 4 B. 183 l. (B. 2.S. 319 ff.).