Schicksal, das der Familie einen Dichter zugedacht hatte, singbald an, dieselbe zweckmäßig zu degradiren, so daß, nach lan-ger Abnahme ihres Glanzes, erst ein Schuster und dann, un-mittelbar auf den Schuster, der Dichter in lines rools wirklicheintrat. Der Schuster war Johann von Bellinkhaus und dessenSohn Nudolph der Dichter, von dem ich hier rede. Nebenseinem Umgang mit den Musen, versah er auch noch den Bo-tendienst bei den Eilfen Ämtern in Osnabrück, wo er 1645 im78 Jahre seines Alters gestorben ist. Seine Schriften sind sehr
Merkwürdig ist, daß man in dem ganzen Laufe des Bellinkhau-sischen Bluts durch drei Jahrhunderte den warmen Dichtertropfenspüren kann, der aber zweimal die unrechte Stelle getroffen,und hohen Originalgeist bewirkt hat:
Gerhard von Bellinkhaus Student,
Wilhelm Sohn, sein FundamentZu Geseken im Stift Cölln gesetzt.
Da er sich mit den Büchern ergötzt.
Erstlich zu Hcrvord hat studirtDarnach andre Schulen visiürtWard auch ein kleines verrückt der SinnDarnach der Tod nahm ihn auch hin.und Katharina von Bellinkhaus:
War zweimal in der Stadt OstendDarin sie endlich nahm ihr EndtDann sie ward ihrer Sinn verrückt,
Ging in die See —