Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

s. An Schneidergesellheit und Lade grenzende schöne Lite-ratur. In dem scharfen Winkel, wo das Haar den Bindfadenverläßt, wo nicht Göthe, doch gewiß Bethge'), hoher Fe-derzug mit Nadelstich. Polemik in der horizontalen Richtung,Freitisch in der Quaste. In der fast zu dünne gezeichnetenWurzel Winzigkeit mit Hände reibender Pusillanimität. Jn-formirt auf dem Claviere.

6. Sicherlich entweder junger Kater oder junger Tiger,mit einem Haarübergewicht zum letztem.

7. Abscheulich. Ein wahrhaftes Pfui! Wie kannst duan einem Kopf gesessen haben, den Musen geheiligt! Im trun-kenen Streit mußt du vielleicht einmal irgend einem Baderge-sellen oder Stadtmusikanten entrissen und aus Triumph amPurschenhaar geknüpft sein. Elendes Werk,'nicht der Natur,sondern des Seilwinders. Hanf bist du, und als Hanf hättestdu dich besser geschickt, den Hals deines geschmacklosen Besitzersan irgend einen Galgen zu schnüren.

8. Heil dir und ewiger Sonnenschein, glückseliges Haupt,das dich trägt. Stünde Lohn bei Verdienst, so müßtest duKopf sein, vortrefflicher Zopf, und du Zopf, beglückter Kopf.Welche Güte in dem seidenen zarten Abhang, wirkend ohneHanf Herbergendes maskirendes Band, und doch Wonne lächelndwie geflochtene Sonnenstrahlen.

") Bethge war der berühmteste Schneider zu Göttingen,zu seiner Zeit.