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Kulturgcfcfjicfjtlirfjes.
3n (Dber=ITTi11e 1=^erroigsöorf enthielt nad) bem im 3 a h re1718 ergangenen Bericht 6 er in amtlichem Aufträge tätigen ©ajatorenbas fjerrenljaus „ 3 toei ©efd)o%, baoon öie oorbere fjälfte gegen ben tfofgan 3 , bie anbere I}älfte aber nur bas Unterftockmerk gemauert, morin2 Stuben, 2 ©emölbe über einanber, 1 Keller, 1 Kücfje, 7 Kammernunb 1 Pferbeftall, aud) über bas gan 3 e fjaus ein Sdjüttboben" 1 ).
Stattlicher mar bas f)errenf)aus bes Rittergutes ©auffig. 3n bemflnfdjlag über biefes ffiut unb feine pertinentien oom 3 a h re 1744 heifftes 2 ): „Der Ritter=Sih befielet aus einem oon ©runb aus non Steinenaufgefüf)rten unb mit Siegeln eingebeckten IDohn = ©ebäube non breiten©tagen, roorinnen nid)t nur bie im untern Stockmerke befinblidje geraumeKüdje, Keller, ffieroölber unb Stuben burd)gängig ausgemölbet, fonbernaud) in ber mittlern ©tage ein fdjönes ©emölbe oorljanben unb übrigensmit 16 Stuben unb oerfdjiebenen ©ammern oerfel)en ift".
Kleiner mar bas Herrenhaus in bem benachbarten Diehmen. 3m3af)re 1744 es 3 ): „Das f)erren=f)auj 3 allljier ift nad) alter Rrtt)
mit kleinen Senftern erbauet unb ift baran 2 Stockmerck mit Steinenaufgefütjret, bas britte aber non Ejolh unb mit Sdjinbeln eingebecket.©s finb barinnen 3 ©emölber unb eine gemölbte Küdje unb 3 met) Stubenunb oben Sd]ütt=Bäben 3 ur ©nüge".
Ruf bie Um= unb Reubauten nid)t meniger ©utsl)äufer im 18. unb19. 3af)rf)unbert — ermähnt feien 3 . B. bie ftattlidjen Ijerrenfiije non©auffig, 3al)men, ©röbi%, Refdjmih, bas Stift 3oad)imftein — kann fjicrnid)t eingegangen merben.
IDoIjnungctt öcs H6cls auf öcm Burglefyn. IDerfen mirnocf) einen Blidt auf bie Befd)affenl)eit ber fjäufer unb R)ol)nungen besAbels auf bem Burglef)n 3 U Bauten (feudum castrense), fo letjrtuns nod) f) eu t e ein ®ang burd) biefe abgelegene Straffe mit ifjrenmappengefdjmückten Käufern, mie bürftig biefe im allgemeinen marenunb mie fie nur befd)eibenen Anfprüdjen genügen konnten. 3u einigenKäufern gehörte ein „ffiartenfleckel", Stallung unb Rebengebäube. Died. BoIberi%fd)e Branbftelle ma| nad] einem Bericht oom 3 a h re 1639 4 * )16 ©Uen in ber Breite, 20 ©llen in ber Sänge. Das d. pioetjfdje Ijausmirb 1788 befdjrieben als 27 ©llen lang, 17 V 2 ©Uen breit, 3 toei Stock=merk Ijodj gemauert „aisbann ein Stockroerk non l)ol 3 e abgebunten unbgeklebet unb ausmenbig mit Bretern oerfdjlagen nebft ben ffiiebeln, basDad) ift mit Scf)inbeln gebeckt" 6 ). Don ber Rotmenbigkeit ber Auf=füfjrung fteinerner Raudjfänge anftatt ber l)öl 3 ernen, mirb nod) 1709,non häufiger Sd)inbelbebad)ung ber Burglef)nl)äufer nod) 1828 gefprodjen 0 ).
Don ber mol)nlid)en ©inridjtung eines auf bem Burglehn 3 U Bautenlebenben ©belmannes um bie IRitte bes 17. 3 a h r fy un & er t s erholten roir
*) Cefjnsaliten (Dber = TTtittcI=I^ertnigsborf.
2 ) £et)nsaftten (Baujfig.
3 ) (Ebenba.
4 ) Burglef)nabten, Kgl. Amtsgericht Baumert.
6 ) £anbftänbifd)es Arcf)it) 311 Bauten B. XIV. 2.
l; ) (Ebenba, CI. XIV, Sect. G. ttr. 1 b unb B. XIV, 5.